Ecke · GS MW

Außenecke 90° — vertikale Paneelanordnung GS MW S/CH (Variante I)

Klassische rechtwinklige Hallenecke — Zusammentreffen zweier Wände im 90°-Winkel. Vertikale Sandwichpaneele GS MW enden an der Eckstütze; das Eckblech OB-03 verkleidet von außen, OB-02 von innen, der Zwischenraum wird mit Mineralwolle ausgefüllt.

Außenecke 90° — vertikale Paneelanordnung GS MW S/CH (Variante I)

Funktion des Knotens

Außenecke 90° = das häufigste Detail einer Hallenwand — Zusammentreffen zweier rechtwinkliger Fassadenwände. Bei vertikaler Anordnung der GS MW S/CH Paneele endet jede Wand an der Eckstütze, zwischen Paneelen und Stütze verbleibt ein mit Mineralwolle ausgefüllter Zwischenraum.

Geometrie:

  1. Eckstütze (Pos. 02) aus Stahl oder Stahlbeton — Tragwerkselement, das die Lasten beider Wände aufnimmt.
  2. Vertikale Paneele (Pos. 01) beider Wände enden mit einem Abstand von ca. 30–50 mm an der Stütze.
  3. Mineralwolle (Pos. 06) füllt den Raum zwischen Paneelen und Stütze aus.
  4. Eckblech OB-03 (Pos. 03) verkleidet die Stoßstelle von außen und sorgt für eine glatte optische Kante; Breite üblicherweise 250–300 mm.
  5. Eckblech OB-02 (Pos. 04) verkleidet die Stoßstelle analog von innen.

Kritische Montageaspekte

  • OB-03 (außen) wird mit Nieten / Blechschrauben im Abstand von 200–300 mm befestigt; Abdichtung der Fuge mit dem Paneel mittels Neutralsilikon + PES-Band (Pos. 05).
  • Mineralwolle (Pos. 06) ist von entscheidender Bedeutung — sie eliminiert die Wärmebrücke in der Ecke (wenn die Stahlstütze mit λ ≈ 50 W/m·K direkt mit der Wolldämmung in Kontakt steht); ohne Mineralwolle wird die Ecke im Winter zur Tauwasserstelle.
  • Windrandzone — im Bereich von 3 m vom Eckbereich wirkt der Wind mit höherer Sogkraft; Verdichtung der Befestiger um 50 % in beiden Wänden (gemäß PN-EN 1991-1-4 Zone C).
  • Verbindung OB-03 + OB-02 — in der 90°-Ecke treffen die Bleche aufeinander; nicht versuchen, sie stumpf zu verbinden (die Geometrie passt nicht), eine Fase von 3 mm vorsehen und mit Silikon abdichten.
  • Kompression der Mineralwolleohne übermäßige Kompression einbringen (max. 20 % des ursprünglichen Volumens); zu starke Kompression verschlechtert den λ-Wert der Wolle und schwächt ihre Elastizität (die Wolle kehrt nach Vibrationen nicht zurück).

Tritt in typischen Hallenwänden mit vertikaler Anordnung der Paneele GS MW S und GS MW CH auf.

Dokumentation

Technischer Katalog GS MW S/CH/U (Gór-Stal 2025), Seite 17 — Außenecke 90°, vertikale Anordnung, Variante I. Maßstab 1:5.

Komponenten in diesem Knoten

Platte (1)
Dämmung (1)
  • 06
    Ausfüllung mit Steinmineralwolle
Blechprofil (2)
Befestiger (2)
  • 07
    Selbstbohrschraube für Sandwichpaneele
  • 08
    Selbstbohrschraube für Blech oder Niet 4,0×8,0
Dichtmittel (1)
  • 05
    Dichtband PES
Element (1)
  • 02
    Stahlstütze und Riegel gemäß Tragwerksplanung