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Denkmalwand AL GK — Klebemontage (Vertikalschnitt)

Wanddämmung in denkmalgeschützten Gebäuden, bei denen die Fassade nicht verändert werden darf (Stadthäuser, Herrenhäuser, Klöster). termPIR® AL GK Platte vollflächig von innen verklebt — gleichzeitig PIR-Dämmung + werkseitige Gipskartonbeplankung als Endbekleidung. Ohne Unterkonstruktion → minimale

Denkmalwand AL GK — Klebemontage (Vertikalschnitt)

Funktion des Anschlusses

Innendämmung denkmalgeschützter Gebäude = einzige Option, wenn der Denkmalschutz keine Veränderung der Fassade zulässt. Herausforderungen:

  1. Feuchtigkeit in der Wand — bestehende historische Wände haben oft Feuchtigkeit vom Fundament (fehlende Abdichtung); Innendämmung VERSCHIEBT den Taupunkt tiefer in die Wand = Kondensationsrisiko in der Konstruktion.
  2. Hygrothermische Analyse gemäß PN-EN ISO 13788 (Glaser-Verfahren) oder WUFI (dynamisch) zwingend erforderlich vor der Planung; bestimmt die maximal zulässige Dämmstoffdicke.
  3. Wärmebrücken im Inneren (Decken, Querwände) sind schwieriger zu eliminieren als bei der Außendämmung.

termPIR® AL GK = idealer Werkstoff für Denkmäler:

  • Niedrige Wasserdampfdurchlässigkeit der AL-Deckschicht → geringeres Kondensationsrisiko in der Wandtiefe als bei Mineralwolle.
  • Dünnere Schicht als EPS/MW bei gleichem U-Wert → geringerer Verlust an Wohnfläche (wichtig in kleinen Altbauwohnungen).
  • Werkseitiger Gipskarton raumseitig → ohne zusätzliche Endbeschichtung.

Kritische Montageaspekte

  • Hygrothermische Analyse (Glaser-Verfahren / WUFI) PFLICHT vor der Wahl der Dicke. Typische Werte für ein Ziegelhaus 38 cm: max. 6–8 cm AL GK (bei Innenraumfeuchte 50–60 % RF). Darüber → Kondensation in der Mauertiefe.
  • Universalkleber (Pos. 04) — vollflächig (NICHT punktuell!); PUR-Schaumkleber Ceresit CT 84 oder PCI Pecimörtel; vor dem Verkleben alte Putze entfernen, anschleifen, Haftgrund auftragen.
  • Untergrundputz (Pos. 03) — Zement-Kalk-Putz oder Ceresit CN 73 (selbstnivellierend) — ebnet die Wand vor dem Verkleben.
  • Umlaufende Fuge (Pos. 09)niedrigexpandierender PIR-Schaum füllt 5–15 mm Fugen an Decke und Boden; hochexpandierender Schaum würde die Geometrie sprengen + benachbarte historische Stuckaturen zerstören.
  • Abdeckleiste (Pos. 10) — Holz (passend zum Charakter des historischen Innenraums) oder Acrylspachtelung an den Ecken.
  • Decken (Pos. 06, 08) — Ringanker oft ohne Dämmung → lineare Wärmebrücke = einzige Stelle für Kondensation in der Dämmschicht. Akzeptieren + nach dem ersten Winter thermografisch überwachen.
  • Warme Seite (Innenraum) — Fortführung der Dampfdichtigkeit der AL GK über alle Stöße: Aluminiumband an den Fugen + Spachtelung mit Gipskartonband auf der Beplankung.

Dokumentation

Technischer Katalog termPIR® — Wohngebäude (Gór-Stal 2022), Seite 52 — Denkmalwand AL GK, Vertikalschnitt, Klebemontage. Maßstab 1:10.

Komponenten in diesem Knoten

Dämmung (1)
  • 05
    Wanddämmung — termPIR® AL GK Platte (Dicke gemäß hygrothermischer Analyse)
Blechprofil (1)
  • 10
    Abdeckleiste oder Endbearbeitung mit Acryl
Zubehör (1)
  • 04
    Universalkleber (PCI Pecimörtel / Ceresit CT 85 / PUR-Schaumkleber)
Dichtmittel (1)
  • 09
    Fuge ausgefüllt mit niedrigexpandierendem PIR-Schaum
Element (6)
  • 01
    Tragender Wandteil (Ziegel- / Stein- / Fachwerkmauerwerk)
  • 02
    Bestehende Außenwandbekleidung (historischer Putz + ggf. Stuckaturen)
  • 03
    Zement-Kalk-Putz (innen, als Untergrund für die Verklebung)
  • 06
    Ringanker und Kellerdecke
  • 07
    Fußbodenbelag
  • 08
    Ringanker und Erdgeschossdecke