Funktion des Anschlusses
Tiefkühlraum-Sockel an der Außenwand = das anspruchsvollste Detail in einem Tiefkühlobjekt. Ein Temperaturgradient von 50 °C (Tiefkühlraum −25 °C, Erdreich +10 °C) erfordert ein vollständiges termPIR-System unter dem Boden.
Im Vergleich zu Standardsockeln (siehe nebenstehende Seite 33):
- Variante I = vollständiger Unterbodenaufbau mit termPIR — entscheidend für:
- Vermeidung von Bodenfrost (nach Jahren kann ein Tiefkühlraum ohne Unterbodendämmung eine „Frostlinse” unter dem Boden bilden).
- Stabilität des Bodens — Temperaturgradienten erzeugen Spannungen im Beton.
Kritische Montageaspekte
- termPIR unter dem Boden mit einer Dicke von 150–200 mm (für Tiefkühlraum −25 °C/+10 °C Erdreich = ΔT=35 °C → 150 mm; für −40 °C ΔT=50 °C → 200 mm).
- Dampfsperre (Pos. 07) unter termPIR auf der Erdreichseite — SBS-Bitumenbahn oder PE-Folie 0,3 mm.
- PUR-Schaum + plastische Dichtmasse dichten den Anschluss zwischen Paneel und Boden ab.
- PVC-Profil des Betonsockels schützt vor Stößen durch Geräte.
- Zementausgleichsschicht zwischen termPIR und Betonboden — verhindert punktuelle Belastung des PIR.
Dokumentation
Kühlkatalog GS insPIRe® CH (Gór-Stal 2025), Seite 30 — Tiefkühlraum, Sockel der Außenwand, Variante I. Maßstab 1:5.
Komponenten in diesem Knoten
- 01 Kühlraumpaneel GS insPIRe® CH / CH MAX (insPIRe CH)
- 02 Dämmplatte termPIR® (termPIR)
- 06 Sockelblechabdeckung
- 10 PVC-Profil des Betonsockels
- 12 Selbstbohrende Blechschraube oder Niet 4,0×8,0
- 08 Polyurethan-Montageschaum
- 11 Dauerplastische Dichtmasse
- 03 Betonbodenplatte
- 04 Zementausgleichsschicht
- 05 Sockel gemäß Architekturplanung
- 07 Dampfsperre — Bitumenbahn oder PE-Folie
- 09 Betonboden mit Sockel