Wand · termPIR®

Dreischalige Außenwand (Zweischaliges Mauerwerk) — termPIR® AL

Klassisches zweischaliges Mauerwerk: Tragwand + Dämmschicht termPIR® AL + Verblendschale (Ziegel, Klinker, Naturstein). Die Wahl für hochwertigen Wohnbau und repräsentative Objekte mit putzfreier Fassade.

λD
0,022 W/(m·K)
U [W/m²·K]
0,11–0,27
Brandverhalten
E (50–250 mm)
Dreischalige Außenwand (Zweischaliges Mauerwerk) — termPIR® AL

Wann dieses System

Das dreischalige Mauerwerk ist ein Klassiker des hochwertigen Wohnbaus — vollständige Fassadenausführung ohne Putz, eindeutig assoziiert mit hoher Projektqualität:

  • Villen und Einfamilienhäuser im Premium-Segment — eine Fassade aus Klinkerziegel, Naturstein, Sichtbeton oder gotischem Ziegel ist eine ästhetische Wahl.
  • Energetische Sanierung historischer Objekte — Rekonstruktion einer Ziegelfassade mit modernem U-Wert.
  • Öffentliche Gebäude — Bürogebäude und Firmensitze, bei denen die Fassade auch Visitenkarte ist.
  • Gebäude mit hohen Anforderungen an die Fassadenlanglebigkeit — Klinker und Naturstein erfordern über Jahrzehnte hinweg keine Wartung (vs. Silikonputz, der alle 8–15 Jahre neu gestrichen wird).

Systemmerkmale

Im Gegensatz zum WDVS (Leicht-Nass-System), bei dem die Dämmung außen unter dem Putz liegt, befindet sich beim dreischaligen Mauerwerk die Dämmung innerhalb der Konstruktion — zwischen zwei Mauerschalen:

  • Kein Außenputz — die Verblendschale übernimmt die Funktion der Fassade und schützt die Dämmung.
  • Verbindung der Tragwand mit der Verblendschale — durch Drahtanker aus Edelstahl (üblicherweise 4 Stk./m² aus rostfreiem Stahl für Langlebigkeit).
  • Möglicher Belüftungsspalt von ~20 mm zwischen Dämmung und Verblendschale — leitet Bau- und Kondensfeuchte ab. Beim Einfamilienhaus oft weggelassen; bei größeren Objekten empfohlen.

Montageanforderungen

  • Errichtungsreihenfolge: Tragwand → Anker (eingemauert alle 0,5 m Höhe) → termPIR® AL Platten auf die Tragwand geklebt → Verblendschale.
  • Plattenbefestigung — PU-Kleber oder Zementkleber + bei höheren Wänden zusätzliche mechanische Befestigung (z. B. Punktanker mit Teller).
  • Plattenstöße werden mit Aluminiumband abgedichtet (verhindert konvektive Luftströmungen im Hohlraum).
  • Horizontale Feuchtigkeitssperre im Sockelbereich — Unterbrechung des kapillaren Aufsaugens von Grundwasser in die Dämmung.
  • Belüftungsspalt — Abfluss unten (z. B. offene Stoßfugen alle 1 m), Lufteinlass oben (unter dem Gesims).

Warum PIR und nicht Mineralwolle im Hohlraum

Mineralwolle in einem belüfteten Hohlraum ist anfällig für konvektive Feuchteaufnahme (Luftströmung durch die Schicht), was λ saisonal um 10–20 % verschlechtert. PIR mit Aluminiumfolie auf der Spaltseite:

  • nimmt keine konvektive Feuchte auf (die Folie verschließt den Kern dicht)
  • das Aluminium reflektiert Wärmestrahlung im Winter zurück ins Gebäudeinnere und im Sommer nach außen
  • kapillare Wasseraufnahme < 2 % (vernachlässigbar)

Technische Dokumentation

Katalog termPIR® — Wohngebäude (Gór-Stal, 26.04.2022, S. 35, 40–43). Beschreibt Systemdetails: Sockel, Fensterbank, Balkonanschluss, Sturz, Eckausbildung.

Schichtaufbau

# Schicht Dicke λ Funktion
1 Verblendschale (Klinkerziegel, Naturstein, Sichtbeton) Fassadenschicht
2 Belüftungsspalt (optional) Hinterlüftung der Verblendschale (~20 mm)
3 termPIR® AL 80–200 mm 0,022 W/(m·K) Wärmedämmung im Hohlraum
4 Drahtanker aus Edelstahl (Maueranker für dreischaliges Mauerwerk) Verbindung Tragwand mit Verblendschale
5 Tragwand (Beton, Ziegel, Porenbeton) Tragkonstruktion

U-Wert nach Dämmstärke

termPIR® Dicke U [W/m²·K] Erfüllt WT 2021 (Dach U ≤ 0,15)
80 mm 0,27 — nein
100 mm 0,22 — nein
110 mm 0,20 — nein
120 mm 0,18 — nein
150 mm 0,15 ✓ ja
180 mm 0,12 ✓ ja
200 mm 0,11 ✓ ja

Verwandte Katalogelemente

Empfohlene Varianten
Montagezubehör

Bauknoten dieses Systems

Montagedetails aus Herstellerkatalogen — First, Attika, Sockel, Öffnungen, Anschlüsse.

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