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Denkmalwand AL GK — Montage auf Ständerwerk (Vertikalschnitt)

Variante der Innendämmung mit Holz- oder Stahlständerwerk — wenn die Denkmalwand uneben, krumm oder stellenweise instabil ist (z. B. abfallender Putz). Ständerwerk wie bei einer typischen Gipskartonplatte, jedoch dicker, um die AL-GK-Dämmschicht aufzunehmen.

Denkmalwand AL GK — Montage auf Ständerwerk (Vertikalschnitt)

Funktion des Knotens

Denkmalpflegerische Dämmung AL GK auf Ständerwerk = Variante zur Verklebung (S. 52) wenn eine direkte Verklebung nicht möglich ist:

  • Innenwand uneben (Abweichung größer als 10 mm/m) — das Ständerwerk gleicht die Fläche aus.
  • Instabiler Putz — abfallend, blätternd, veralgt → der Kleber hält nicht.
  • Verdeckte Installationen erforderlich (Kabel, Rohre) → Raum zwischen den Ständern.
  • Hohe Wandfeuchte — ein Spalt von 2–3 cm zwischen Wand und Dämmung ermöglicht eine Hinterlüftung der Konstruktion.

Ständerwerk wie bei klassischen Gipskartonplatten, jedoch um die Dämmstoffdicke stärker:

  • CD60 + UD + längere Direktabhänger — für AL GK 50+12,5 mm sind 70–80 mm Profiltiefe erforderlich.
  • Oder Holz 50×60 mm, mit chemischen Ankern an der Wand befestigt (Denkmal = chemische oder mechanische Anker, KEINE Spreizdübel, die das Mauerwerk sprengen).

Kritische Montageaspekte

  • Ständerwerk (Pos. 04) — imprägniertes Holz oder Stahlprofil CD60+UD; vertikaler Abstand 40–60 cm (wie bei Gipskarton); Verankerung im Mauerwerk mit chemischen Ankern (Hilti HIT-RE 500 / Fischer SuperBond).
  • Raum zwischen Wand und AL-GK-Platte = natürliche Belüftung der Wandkonstruktion (2–3 cm); unterstützt die Feuchtebilanz in alten Wänden ohne horizontale Abdichtung.
  • Keine Dämmung im Ständerraum — im Gegensatz zur typischen Gipskartonkonstruktion mit Mineralwolle bleibt der Raum hier leer (die Luft wirkt als zusätzliche Dämmung).
  • AL-GK-Platte (Pos. 05) mit Schrauben am Profil befestigt — analog zur Gipskartonplatte; Dehnfuge 3 mm zwischen den Platten, Stöße verspachtelt.
  • Umlaufende Randfuge (Pos. 09) — niedrigexpandierender PIR-Schaum; Abdeckleiste (Pos. 10) dekorativ.
  • Wärmebrücken des Ständerwerks — Holz (λ ≈ 0,13) oder Stahl (λ ≈ 50!) bilden punktuelle Wärmebrücken; Stahl ist thermisch schlechter — bei besonders energieeffizienten Gebäuden Holz bevorzugen. CD60 aus Stahl = 5–8 % Verlust der Dämmwirkung.

Dokumentation

Technischer Katalog termPIR® — Wohngebäude (Gór-Stal 2022), Seite 52 — Denkmalwand AL GK, Vertikalschnitt, Montage auf Ständerwerk. Maßstab 1:10.

Komponenten in diesem Knoten

Dämmung (1)
  • 05
    Wanddämmung — Platte termPIR® AL GK (Montage wie Gipskartonplatten)
Blechprofil (1)
  • 10
    Abdeckleiste oder Verfugung mit Acryl
Dichtmittel (1)
  • 09
    Mit niedrigexpandierendem PIR-Schaum verfüllte Fuge
Element (7)
  • 01
    Konstruktiver Teil der Wand
  • 02
    Bestehende Außenverkleidung der Wand
  • 03
    Zement-Kalk-Putz
  • 04
    Holz- oder Stahlständerwerk (Abstände wie bei Gipskartonplatten, CD60/UD)
  • 06
    Ringanker und Decke über dem Keller
  • 07
    Fußbodenausführung
  • 08
    Ringanker und Decke über dem Erdgeschoss