Detail · GS MW / insPIRe®

Stoß GS MW × GS insPIRe — Nut auf insPIRe-Seite, Feder auf MW-Seite

Die zweite von zwei möglichen Konfigurationen des Stoßes MW × insPIRe (abhängig von der Montagerichtung der Paneele). Die Nutkante des insPIRe-Paneels trifft auf die Federkante des MW-Paneels. Die MW-Feder ist **zu groß für die insPIRe-Nut** — sie muss **mit der Fräse abgetragen** und mit einem Gla

Stoß GS MW × GS insPIRe — Nut auf insPIRe-Seite, Feder auf MW-Seite

Funktion des Anschlusses

Stoß zwischen einem GS insPIRe-Paneel und einem angrenzenden GS MW-Paneel — Montagedetail an der Grenze zwischen den Zonen zweier Sandwichpaneelsysteme in einer Wand. Die schwierigere Variante der beiden möglichen Konfigurationen des Stoßes MW × insPIRe — erfordert eine Modifikation der MW-Federkante auf der Baustelle.

Funktionsweise der Nut-Feder-Verbindung

Jedes Sandwichpaneel hat an einer Kante eine Feder, an der anderen eine Nut — das ist die übliche Nut-Feder-Verbindung, die benachbarte Paneele in der Fassade verbindet. Es handelt sich nicht um zwei Paneeltypen: Jedes GS MW- und jedes GS insPIRe-Paneel hat beide Kanten (Feder + Nut). Am Stoß zweier benachbarter Paneele trifft immer die Feder des einen auf die Nut des anderen.

Um welche Variante es geht

An der Grenze der MW- und insPIRe-Zonen kann der Stoß in zwei Konfigurationen entstehen (abhängig von der Montagerichtung der Paneele):

  1. Einfachere Variante — die Nutkante auf der GS MW-Seite trifft auf die Federkante auf der GS insPIRe-Seite (Mineralwollstreifen in der MW-Nut): Stoß GS MW × GS insPIRe — Nut MW + Feder insPIRe.
  2. Dieses Detail — die Nutkante auf der GS insPIRe-Seite trifft auf die Federkante auf der GS MW-Seite. Erfordert Abtragen der MW-Feder mit der Fräse, da die MW-Feder größer ist als die insPIRe-Nut.

Technisches Problem: Die insPIRe-Nut hat ein an PIR angepasstes Profil (dünner, steif), während die MW-Feder ein an Mineralwolle angepasstes Profil hat (breiter, weich). Die MW-Feder passt nicht ohne Modifikation in die insPIRe-Nut.

Praktischer Ablauf

  1. Vermessung der GS insPIRe-Nut — typisch 30–40 mm Tiefe, 80–100 mm Breite.
  2. Entfernen der GS MW-Feder — Cuttermesser (dünne Feder bis 50 mm) oder Fräse (dickere Feder).
  3. Schleifen der Kante mit Schleifpapier 80–120 für eine glatte Oberfläche.
  4. Einschieben der modifizierten MW-Kante in die insPIRe-Nut.
  5. Glaswollstreifen füllt den Spalt nach dem Schleifen (Ausgleich der verlorenen Federgeometrie).

Kritische Montageaspekte

  • Bearbeitung auf der Baustelle — erfordert einen vorbereiteten Arbeitsplatz mit Fräse und Schleifpapieren; nicht im üblichen Montagetempo durchführbar.
  • Nur für erfahrene Montagetrupps — falsches Schleifen zerstört die Mineralwolle und schwächt die Tragfähigkeit des Paneels.
  • Standardbefestigung — selbstbohrende Schrauben durch die Paneele in die Tragkonstruktion; keine besonderen Anforderungen.
  • Butyl-Doppelklebeband befestigt den Glaswollstreifen im Bereich der abgetragenen MW-Feder.
  • Abdeckblech OB-17 empfohlen — die Fuge nach dem Schleifen ist unregelmäßig und ästhetisch schlechter als in der einfacheren Variante.
  • Abnahme der Dichtheit — größer als in der einfacheren Variante (auf der Baustelle modifizierte Kante ≠ werkseitige Geometrie); maximal Klasse 2.
  • NICHT empfohlen für klimatisierte Hallen / Kühlhäuser — werkseitige Geometrie erforderlich.

Anwendung in seltenen, ungeplanten Sanierungen — z. B. Austausch eines beschädigten insPIRe-Segments durch MW, wenn der vorhandene Rahmen eine insPIRe-Nut aufweist, aber MW-Paneele verfügbar sind.

Dokumentation

Technischer Katalog GS MW S/CH/U (Gór-Stal 2025), Seite 86 — Verbindung der GS insPIRe-Nut mit der GS MW-Feder. Maßstab 1:5.

Komponenten in diesem Knoten

Platte (2)
Dämmung (1)
  • 03
    Glasmineralwollstreifen (Ergänzung nach Abtragen der MW-Feder)
Blechprofil (1)
Befestiger (1)
  • 05
    Selbstbohrende Schraube (Befestigung des Paneels an der Tragkonstruktion)
Dichtmittel (2)
  • 04
    Butyl-Doppelklebeband (Befestigung des Mineralwollstreifens)
  • 07
    Neutralvernetzendes Silikon (Stirnfuge)