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Dachdämmung mit PIR-Platten — Standard nach WT 2021 | BOKKA

Dachdämmung mit PIR-Platten — Standard nach WT 2021 | BOKKA

Dachdämmung — Fundament der Energieeffizienz eines Gebäudes

Das Dach ist das Bauteil, über das traditionell die meiste Wärme entweicht — bei einem ungedämmten oder schlecht gedämmten Objekt können die Energieverluste über die Dachfläche bis zu 25–30 % der gesamten Wärmebilanz des Gebäudes ausmachen. Die seit dem 1. Januar 2021 geltenden polnischen technischen Bauvorschriften WT 2021 (polnische technische Bauvorschriften 2021) haben die Anforderungen an Dachbauteile auf U ≤ 0,15 W/m²K verschärft, und die geplanten Entwicklungen (Niedrigstenergiegebäude — nZEB) gehen noch weiter. Unabhängig davon, ob es sich um ein Flachdach auf Trapezblech, ein Stahlbeton-Warmdach oder ein Steildach mit Tondachziegeln handelt — die Wahl des passenden Dämmstoffs entscheidet über die Erfüllung der Norm, die Langlebigkeit der Eindeckung und die Betriebskosten des Objekts auf einer Zeitschiene von 30–50 Jahren.

Warum PIR-Dämmplatten traditionelle Dämmstoffe verdrängen

Platten mit Polyisocyanurat-Kern (PIR) bieten eine Wärmeleitfähigkeit λ von λD = 0,022 W/(m·K) für die Variante mit gasdichter Aluminiumkaschierung (termPIR® AL) sowie λD = 0,019 W/(m·K) für die Premium-Variante termPIR® MAX 19 AL. Zum Vergleich: Mineralwolle weist λD im Bereich von 0,035–0,040 auf, EPS-Hartschaum 0,031–0,040. Das bedeutet, dass derselbe Wärmedurchlasswiderstand R mit einer PIR-Schicht erreicht wird, die ca. 40–45 % dünner ist als eine Mineralwollschicht.

Eine geringere Dämmschichtdicke bringt konkrete planerische Vorteile: mehr nutzbares Volumen im Dachgeschoss, geringere Tragwerksbelastung, kürzere mechanische Befestiger, schmalere Blechabdeckungen und Traufabschlüsse. Der starre PIR-Kern (Druckfestigkeitsklasse ≥ 120 kPa nach EN 826) ist unempfindlich gegenüber Nutzungslasten — er setzt sich nicht, verliert seine Eigenschaften nicht unter Feuchteeinwirkung und muss während des gesamten Lebenszyklus der Eindeckung nicht ausgetauscht werden.

Vergleich der Dämmschichtdicken für U = 0,15 W/m²K

MaterialλD [W/(m·K)]Erforderliche Dicke
termPIR® MAX 19 AL0,019~130 mm
termPIR® AL0,022~150 mm
Mineralwolle0,038~260 mm
EPS 1000,036~240 mm

Richtwerte für die Dämmschicht allein; im mehrschichtigen Aufbau werden die Widerstände der übrigen Komponenten sowie Wärmebrücken berücksichtigt.

Steildach — Aufsparren- vs. Zwischensparrenmontage

Für Steildächer liefert BOKKA zwei bewährte Schemen:

Aufsparrenmontage (System Steildach termPIR® Aufsparren) bedeutet, dass die Platten oberhalb der Sparren verlegt werden — dies eliminiert Wärmebrücken über den Holzkonstruktionselementen, die in der Zwischensparrenvariante das effektive U um bis zu 10–15 % verschlechtern können. Die termPIR®-AL-Platten mit TAG-Fräsung (Nut und Feder) bilden eine dichte, durchgehende Dämmschicht, während der Dachstuhl von innen sichtbar bleibt — was häufig einen architektonischen Mehrwert darstellt.

Zwischensparren- / Untersparrenmontage (System Steildach termPIR® Untersparren) bewährt sich bei energetischen Sanierungen, bei denen die Eindeckung nicht entfernt werden kann. Die Fräsungen FIT oder LAP ermöglichen eine präzise Anpassung zwischen den Sparren. Die gasdichte Aluminiumfolie wirkt gleichzeitig als Dampfsperre auf der Innenseite und macht eine separate PE-Schicht überflüssig.

In beiden Varianten setzen wir Dicken von 100–180 mm ein, wobei für die Anforderungen der WT 2021 Schichtdicken von 140–160 mm termPIR® AL zum Standard werden.

Flachdach — mechanische Systeme und FM Approved

Für Flachdächer auf Trapezblech sowie Stahlbeton-Warmdächer ist termPIR® AL in einer Dicke von 100–200 mm die Standardlösung, mechanisch befestigt zusammen mit der Abdichtung (PVC-, TPO-Membran oder Bitumenschweißbahn). Das System Flachdach auf Trapezblech sieht die direkte Verlegung der Platten auf dem tragenden Trapezprofil mit entsprechender Wellenhöhe vor — ohne Trennschicht.

Für Objekte mit erhöhten Anforderungen an die äußere Brandbeanspruchung (BROOF t1) und Versicherungszertifizierung empfehlen wir termPIR® Pro-F mit Glasvlies, mit FM-Approved-Zertifikat — entscheidend für Logistikparks, Lager- und Industrieobjekte sowie Distributionszentren, die bei Versicherern mit FM-Global-Standards versichert werden.

Die Gefälleausbildung realisieren wir mit izoGRASS®-Gefällekeilen, die im Werk in Wola Batorska gefertigt werden — der projektspezifische Zuschnitt mit 1,5–3 % Gefälle erlaubt es, Pfützenbildung zu vermeiden, ohne die Decke zusätzlich mit Gefällebeton zu belasten.

Langlebigkeit, Sicherheit und Normkonformität

termPIR®-Platten werden gemäß EN 13165 (Wärmedämmstoffe für das Bauwesen — werkmäßig hergestellte Produkte aus Polyisocyanurat-Hartschaum PIR) produziert. Die Brandklassifizierung nach EN 13501-1 für das System mit Kaschierung beträgt B-s2,d0. Der PIR-Kern nimmt kapillar keine Feuchtigkeit auf (Wasseraufnahme ≤ 2 % nach EN 12087), ist beständig gegen Schimmel und Nager, und die Dimensionsstabilität im Bereich von –30 °C bis +90 °C schließt das Risiko eines Schrumpfens der Dämmschicht im Anschluss an die Eindeckung aus.

Für den Untergrund unter der Abdichtung gilt PN-EN 14964, und die Auswahl des Schichtaufbaus selbst sollte durch wärme- und feuchtetechnische Berechnungen bestätigt werden (z. B. nach PN-EN ISO 13788) — insbesondere in Objekten mit erhöhter Innenraumfeuchte (Schwimmbäder, Wäschereien, Verarbeitungsbetriebe).

FAQ — häufig gestellte Fragen

Welche PIR-Plattendicke ist für ein Steildach gemäß WT 2021 erforderlich?

Zur Erfüllung der Anforderung U ≤ 0,15 W/m²K reicht in der Aufsparrenvariante eine Schicht von 140–160 mm termPIR® ALD = 0,022). Bei gemischter Montage (teils Aufsparren + teilweise Zwischensparrenfüllung) kann die PIR-Schicht auf 120 mm reduziert werden, ergänzt durch Mineralwolle im Sparrenzwischenraum. Für die Premium-Variante termPIR® MAX 19 AL (λD = 0,019) genügen bereits ca. 130 mm. Die genaue Dicke ist nach Berechnung des vollständigen R-Werts des Bauteils unter Berücksichtigung der Wärmebrücken zu wählen.

Sind PIR-Platten für Flachdächer unter PVC-Membran geeignet?

Ja — termPIR® AL mit Aluminiumkaschierung ist die Standardlösung für Flachdächer mit PVC-, TPO-Membran oder Bitumenbahn. Für Objekte, die eine FM-Approved-Zertifizierung erfordern (Logistikparks, Distributionszentren), setzen wir termPIR® Pro-F mit Glasvlies ein, der eine bessere Haftung verschweißter Membranen und eine BROOF-(t1)-Klassifizierung gewährleistet. Die Membran wird mechanisch am tragenden Untergrund mit Befestigern befestigt, die durch die PIR-Schicht geführt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Aufsparren- und Zwischensparrenmontage?

Die Aufsparrenmontage eliminiert Wärmebrücken über den Holzsparren (die das effektive U um 10–15 % verschlechtern) und lässt den Dachstuhl von innen sichtbar. Sie erfordert jedoch das Abnehmen der Eindeckung und wird daher hauptsächlich bei Neubauten oder beim vollständigen Austausch der Ziegel angewendet. Die Zwischensparren- / Untersparrenmontage ist der Standard bei energetischen Sanierungen von innen — geringere Arbeitskosten, jedoch mit der Notwendigkeit, Wärmebrücken in den Berechnungen zu berücksichtigen.

Kann termPIR® unter Photovoltaikmodulen eingesetzt werden?

Ja. Der starre PIR-Kern mit einer Druckfestigkeit ≥ 120 kPa überträgt problemlos die Lasten der PV-Unterkonstruktion, sowohl in der invasiven Variante (Dachhautdurchdringung) als auch in der ballastierten Variante (auf Flachdächern). Entscheidend ist die korrekte Verteilung der Punktlasten über Lastverteilerplatten sowie die Berücksichtigung des Temperatureinflusses unter den Modulen (PIR ist bis +90 °C stabil). Für Flachdächer unter ballastierter PV-Unterkonstruktion empfehlen wir termPIR® Pro-F oder termPIR® AL ≥ 120 mm.

Welche Lebensdauer hat eine PIR-Dämmung im Dach?

Eine sachgemäß geplante und ausgeführte termPIR®-Schicht, geschützt durch eine dichte Dacheindeckung (Membran, Bitumenbahn, Dachziegel), behält ihre technischen Eigenschaften über mindestens 50 Jahre — also über den gesamten typischen Lebenszyklus der Eindeckung. Kein Setzen, Beständigkeit gegen Feuchte, biologische Einflüsse und Temperaturschwankungen bewirken, dass die Dämmung bei periodischen Renovierungen der Eindeckung nicht ausgetauscht werden muss. Der Hersteller garantiert die zeitliche Stabilität von λD gemäß EN 13165.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Auswahl des Dachschichtaufbaus, der U-Wert-Berechnung oder einem Angebot für ein konkretes Projekt? Kontaktieren Sie das technische Team von BOKKA — wir erstellen die Materialspezifikation und planungstechnische Unterstützung für Ihr Objekt.

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