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PIR-Gefälledämmung izoGRASS® — Flachdachentwässerung & Dämmung

PIR-Gefälledämmung izoGRASS® — Flachdachentwässerung & Dämmung

PIR-Gefälledämmung izoGRASS® — Entwässerung und Wärmedämmung des Flachdachs in einer Schicht

Stehendes Wasser auf dem Flachdach ist eine der häufigsten Ursachen für Abdichtungsschäden und vorzeitige Degradation der Dachhaut. Die polnischen Ausführungsrichtlinien empfehlen ein Mindestgefälle von 1,5–2 % in Richtung der Dachabläufe sowie 1 % in den Entwässerungsrinnen selbst. Die Ausführung dieser Gefälle in Beton ist arbeitsintensiv, belastet die Tragkonstruktion und liefert keine Dämmschicht. Die PIR-Gefälledämmung izoGRASS® löst beide Aufgaben in einem Montagevorgang — sie formt die Entwässerungsgeometrie und liefert gleichzeitig eine vollwertige Wärmedämmung mit niedrigem λD-Wert.

Was ist izoGRASS®-Gefälledämmung und wie funktioniert sie

izoGRASS® Gefälledämmung sind Dämmelemente aus hartem Polyisocyanurat-Schaum (PIR), hergestellt in Wola Batorska von Gór-Stal. Die Platten werden CNC-gefräst auf das gewünschte Gefälle (meist 1,5 %, 2 % oder 3 %) und als komplettes System geliefert — mit einem Verlegeplan, der die Reihenfolge und Position jedes Elements beschreibt. Standardmäßig werden drei geometrische Typen gefertigt:

  • Hauptkeile (Typ A) — paralleles Gefälle Richtung Ablauf oder Dachrand
  • Gegengefällekeile (Typ B) — Gegengefälle in den Kehlen zwischen Abläufen
  • Eck- und Kehlkeile — Ausformung der Ablauftrichter und Attikabereiche

Dank CNC-Fräsung ist die Keilanordnung reproduzierbar und passt zu jeder Dachgeometrie — vom rechteckigen Lagergebäude bis zu komplexen Handelsobjekten mit vielen Oberlichtern und Abläufen.

Technische Parameter — was die Qualität bestimmt

Der entscheidende thermische Parameter des PIR-Kerns ist λD = 0,027 W/(m·K). Bei einer mittleren Keildicke von 100 mm erzielen wir einen Wärmedurchlasswiderstand R ≈ 3,70 m²K/W allein in der Gefälleschicht — ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung des nach WT 2021 (polnische technische Bauvorschriften 2021) geforderten U ≤ 0,15 W/m²K für das Dach.

Mittlere KeildickeR [m²K/W]Beitrag zum U-Wert
40 mm1,48Ausgleichsschicht
60 mm2,22Ergänzung
80 mm2,96Teildämmung
100 mm3,70wesentlicher Anteil
120 mm4,44Hauptdämmschicht

izoGRASS®-Keile werden meist auf der Hauptdämmschicht verlegt — z. B. auf termPIR® Pro-F (Glasvlies, FM Approved, speziell für Membranen) oder termPIR® AL (gasdichte Aluminium-Kaschierung). So bietet der zweischichtige Aufbau:

  • Volle Erfüllung der WT 2021-Anforderungen für das Dach (U ≤ 0,15 W/m²K)
  • Eliminierung von Wärmebrücken an den Stößen
  • Stabiler Untergrund für die Abdichtung (Schweißbahn oder PVC/TPO/EPDM-Membran)

Wichtige Brandschutzeinschränkung

izoGRASS®-Platten ohne Kaschierung haben die Brandverhaltensklasse E nach EN 13501-1. Daher müssen sie stets unter der Abdichtung verbaut werden und dürfen nicht als exponierte Schicht auftreten. In der Praxis ist dies keine Einschränkung — Gefälledämmung befindet sich definitionsgemäß unter der Deckschicht. Für Objekte mit Anforderung an die Klassifizierung BROOF (t1) wird der Aufbau als komplettes System geplant (Keile + Hauptplatte + zertifizierte Membran).

Verlegeplan — was nicht vernachlässigt werden darf

Eine professionelle Planung der Gefälledämmung umfasst weit mehr als die Dickenauswahl. Eine vollständige Ausarbeitung beinhaltet:

  1. Verlegeplan mit Elementnummerierung — jede Platte beschriftet, montagefertig „der Reihe nach”
  2. Wasserbilanz — Prüfung der Ablaufkapazität für die Regenintensität nach PN-EN 12056-3
  3. Geometrie der Gegengefälle — Beseitigung stehenden Wassers in den Kehlen zwischen Abläufen
  4. Details an Attiken, Dehnfugen und Installationsdurchführungen
  5. Befestigungsspezifikation (mechanisch oder Verklebung) — abhängig vom Untergrund (Trapezblech, Stahlbeton, vorhandene Schweißbahn)

Eine gut geplante Keilanordnung beseitigt das Risiko von „totem Wasser” — Pfützen, die nach Niederschlägen verbleiben und Hauptursache für Membranalterung und Algenbewuchs auf dem Dach sind.

Anwendungen in der Planungspraxis

PIR-Gefälledämmung bewährt sich in vier Hauptszenarien:

  • Neue Flachdächer — wenn die Tragkonstruktion (z. B. Trapezblech) horizontal ist, formen die Keile das gesamte Gefälle. Siehe: Flachdachsystem auf Trapezblech.
  • Stahlbeton-Warmdächer — wenn kostspielige Betongefälle vermieden werden sollen. Siehe: Stahlbeton-Warmdach mit termPIR®.
  • Sanierung und Dämmaufstockung — wenn das vorhandene Dach unzureichende Gefälle oder lokale Pfützenbildung aufweist. Die Keile werden auf der gereinigten alten Abdichtung verlegt.
  • FM Approved-Dächer — für Objekte, die nach FM Global-Standard versichert werden. Siehe: Dach mit termPIR® Pro-F FM Approved.

Logistik und Verfügbarkeit

Die Produktion der Keile erfolgt im polnischen Werk in Wola Batorska, was die Lieferzeiten im Vergleich zu Importbestellungen verkürzt. Die Standardlieferzeit für einen geplanten Aufbau beträgt 2–4 Wochen, je nach Projektumfang. Die Platten werden in Montagereihenfolge verpackt, was die Arbeit auf dem Dach beschleunigt und Verlegefehler reduziert.

Für kleinere Projekte sind auch Standard-Keilpakete verfügbar (1200×1200 mm, Gefälle 1,5 % oder 2 %) — ohne individuelle Planung, zur eigenständigen Anpassung am Objekt.

Häufig gestellte Fragen

Welches Mindestgefälle sollte ein mit PIR-Keilen gedämmtes Flachdach haben?
Für Flachdachflächen wird ein Mindestgefälle von 1,5–2 % in Richtung der Abläufe empfohlen. In den Kehlen (Rinnen zwischen Abläufen) ist ein zusätzliches Gegengefälle von mindestens 1 % erforderlich, um stehendes Wasser zu vermeiden. Standard-izoGRASS®-Keile werden in den Gefällen 1,5 %, 2 % und 3 % gefertigt — den von Membranherstellern und Ausführungsnormen am häufigsten geforderten Werten. Für spezielle Projekte (z. B. intensiv begrünte Dächer) ist eine Sonderfertigung auf Anfrage möglich.
Können PIR-Keile izoGRASS® direkt auf Trapezblech verlegt werden?
Ja, sofern eine geeignete mechanische Befestigung (Teleskopdübel in den Obergurten des Trapezblechs) und eine Dampfsperre zwischen Blech und Dämmung eingesetzt werden. Im typischen Aufbau wird zuerst die Dampfsperre verlegt, dann termPIR® Pro-F als Hauptdämmung und darauf die Gefällekeile. Die Abdichtung (meist PVC- oder TPO-Membran) wird mechanisch durch den gesamten Aufbau bis zum Blech befestigt.
Eignet sich izoGRASS® für WDVS oder Wanddämmungen?
Nein. Unkaschierte izoGRASS®-Platten haben die Brandverhaltensklasse E und sind weder für WDVS noch für Brandschutzbauteile geeignet. Für die Dämmung von Außenwänden im WDVS sollte termPIR® ETX mit Glasvlies und ETA 17/0066 verwendet werden — speziell für dünnschichtige Putze konzipiert.
Wie dick muss die Dachdämmung sein, um WT 2021 zu erfüllen?
WT 2021 fordert für das Dach U ≤ 0,15 W/m²K. Bei Verwendung von PIR mit λD = 0,022–0,027 W/(m·K) werden insgesamt etwa 160–180 mm Dämmung benötigt. In der Praxis wird ein zweischichtiger Aufbau geplant: 100–120 mm Hauptplatte (z. B. termPIR® Pro-F oder AL) plus izoGRASS®-Gefällekeile mit mittlerer Dicke von 60–80 mm. Dies erfüllt WT 2021 mit Reserve und liefert die richtige Entwässerungsgeometrie.
Können Gefällekeile auf einem bestehenden Dach mit Bitumenbahn eingesetzt werden?
Ja — das ist eine der häufigsten Sanierungsanwendungen. Nach Prüfung der Tragfähigkeit und Feuchtigkeit der bestehenden Bitumenbahn werden izoGRASS®-Keile direkt auf der alten Abdichtung verlegt (nach Reinigung und ggf. Reparatur von Blasen), gefolgt von der neuen Dachmembran. Diese Lösung verbessert Entwässerung und thermische Parameter des Daches ohne Demontage der vorhandenen Schichten — schneller und günstiger als ein kompletter Aufbauwechsel.

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