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PIR-Platten vs. Mineralwolle — Vergleich der Lebenszykluskosten (30 Jahre)

PIR-Platten vs. Mineralwolle — Vergleich der Lebenszykluskosten (30 Jahre)

„Was ist günstiger — PIR oder Mineralwolle?”

Diese Frage wird täglich gestellt. Die Antwort: es hängt vom Zeithorizont ab.

  • Für den Kauf der Dämmung allein: Mineralwolle 2× günstiger als PIR
  • Nach dem ersten Betriebsjahr: PIR holt bereits auf dank niedrigerer Heizkosten
  • Nach 7–10 Jahren: PIR und Mineralwolle ziehen gleich
  • Nach 20–30 Jahren: PIR gewinnt in der Regel (weniger Reparaturen, keine Feuchtigkeit, behält λD)

In diesem Text zeigen wir konkrete Zahlen — die TCO (Total Cost of Ownership) für ein Haus mit 200 m² Dachbauteil über einen Horizont von 30 Jahren.

Kontext: worin sich diese Materialien unterscheiden

ParametertermPIR® ALMineralwolle (Platte)
λD0,022 W/(m·K)0,034–0,040 W/(m·K)
Rohdichte30 kg/m³80–160 kg/m³
BrandverhaltensklasseE (50+ mm)A1 (nicht brennbar)
Wasserdampfdiffusion (µ)µ 5–100 (gasdicht)1–2 (dampfdurchlässig)
Wasseraufnahme<2 % Vol.1–5 % Vol. (im langfristigen Betrieb mehr)
Druckfestigkeit CS120 kPa (PIR steif)4–25 kPa (je nach Rohdichte)
Beständigkeit des λDKonstant über 50+ JahreFällt um 5–15 % in 20–30 Jahren (Feuchtigkeit)
Preis pro m² (100 mm)~85 zł~45 zł

In einem Satz: PIR = weniger Dicke, bessere Akustik, Unempfindlichkeit gegen Feuchtigkeit; Mineralwolle = Nichtbrennbarkeit, Dampfdurchlässigkeit, günstiger im Einkauf.

Für den TCO-Vergleich — Annahmen

Einfamilienhaus mit 200 m² Nutzfläche, Schrägdach 250 m² (nach Neigung). Wir sollen die Dachdämmung wählen.

Ziel: WT 2021 erfüllen → U Dach = 0,15 W/(m²·K) → R = 6,67 m²·K/W

Variante A — termPIR® AL in Aufsparrenanordnung:

  • PIR-Dicke: 150 mm (R = 6,82) → 250 m² × 85 zł = 21 250 zł Material
  • Kleber, Bänder, Zubehör: ~3 200 zł
  • Teleskopschrauben SX 12×240: 3 100 zł
  • Wind- und dampfdurchlässige Membran: 5 800 zł
  • Arbeitslohn (Aufsparrenanordnung, einfach): 8 500 zł
  • Investition gesamt: ~41 850 zł

Variante B — Mineralwolle 200 mm zwischen den Sparren:

  • Mineralwolle 200 mm: 250 × 45 = 11 250 zł Material
  • Dampfsperrfolie (kritisch für Mineralwolle): 2 400 zł
  • Windsperrfolie auf der anderen Seite: 2 800 zł
  • Holz (dickere Sparren 60×200 mm): 6 800 zł
  • Arbeitslohn (Zwischensparrenanordnung + Folienabdichtung): 9 200 zł
  • Investition gesamt: ~32 450 zł

Investitionsdifferenz: 9 400 zł (PIR teurer).

Das sind 17 % Aufpreis. Klingt nach viel? Sehen wir uns an, was danach kommt.

Betriebskosten Jahr für Jahr

Energie (Heizung)

Haus 200 m², Energiebedarf für die Heizung:

VarianteU DachRJährlicher EU (kWh/m²·Jahr)Energiekosten pro Jahr (0,80 zł/kWh)
A — PIR 150 mm0,156,8265 kWh/m²200×65×0,80 = 10 400 zł/Jahr
B — Mineralwolle 200 mm (mit Sparren-Wärmebrücken, 12 % Verschlechterung)0,175,8872 kWh/m²200×72×0,80 = 11 520 zł/Jahr

Energiedifferenz pro Jahr: 1 120 zł zum Nachteil der Mineralwolle (durch Wärmebrücken an den Sparren in der Zwischensparrenanordnung).

Nach 10 Jahren: Differenz 11 200 zł. Nach 20 Jahren: 22 400 zł. Nach 30 Jahren: 33 600 zł.

PIR amortisiert den Aufpreis von 9 400 zł in 8 Jahren dank niedrigerer Heizkosten.

Degradation der Dämmung im Laufe der Zeit

Mineralwolle verliert λD im Laufe der Zeit:

  • Jahr 0: λD 0,036
  • Jahr 10: λD 0,038 (+5 %, Feuchtigkeit)
  • Jahr 20: λD 0,041 (+14 %)
  • Jahr 30: λD 0,043 (+19 %)

PIR hält λD konstant über 50+ Jahre (gasdichte Kaschierung, keine Feuchtigkeit im Kern).

Energiekostenverlauf unter Berücksichtigung der Degradation:

JahrVariante A (PIR)Variante B (Mineralwolle)Jährliche Differenz
110 40011 520+1 120
1010 40012 100+1 700
2010 40013 050+2 650
3010 40013 800+3 400

Wartung und Reparaturen

WasPIRMineralwolle
Kontrolle alle 5 Jahre (Sichtprüfung)kostenloskostenlos
Reparatur von Undichtigkeiten der Dampfsperreselten (nicht erforderlich)alle 10–15 Jahre ~3 000 zł
Austausch durch Feuchtigkeit beschädigter Dämmungsteileseltenalle 15–20 Jahre ~5 000 zł
Generalsanierung des Daches (Erneuerung der Eindeckung + ggf. Dämmung)Jahr 30: ~25 000 złJahr 25: ~30 000 zł (Mineralwolle weniger beständig)

PIR: ~25 000 zł Reparaturen in 30 Jahren. Mineralwolle: ~38 000 zł Reparaturen in 30 Jahren.

PIR spart 13 000 zł bei den Reparaturen.

TCO 30 Jahre — Zusammenfassung

VarianteInvestitionEnergie 30 JahreWartung 30 JahreTCO 30 Jahre
A — PIR 150 mm41 850 zł312 000 zł25 000 zł378 850 zł
B — Mineralwolle 200 mm32 450 zł376 500 zł38 000 zł446 950 zł

Differenz: 68 100 zł zugunsten von PIR über 30 Jahre.

Das heißt: 17 % Aufpreis bei der Investition sparen 17 % TCO nach 30 Jahren. PIR ist günstiger, nicht teurer, über die Lebensdauer des Gebäudes betrachtet.

Wann Mineralwolle gewinnt

Das obige Beispiel gilt für ein typisches Einfamilienhaus mit Schrägdach und guter Ausführung. Mineralwolle gewinnt in spezifischen Situationen:

1. Erforderliche Klasse A1 nicht brennbar

Manche Projekte (an der Grundstücksgrenze, Produktionshalle der Feuerwiderstandsklasse „A”–„B”, denkmalgeschützte Nachbarschaft) erfordern ein Material der Klasse A1. PIR hat die Klasse E. Mineralwolle ist die einzige Wahl.

2. Akustik als Priorität

Mineralwolle hat Rw 35–45 dB bei 100 mm. PIR ~25 dB. Für Produktionshallen oder Wohnungen über Gewerbeeinheiten dämpft Mineralwolle besser.

3. Kurzfristige Investition (Verkauf in 5 Jahren)

Wenn Sie planen, das Haus in 3–5 Jahren zu verkaufen — amortisiert sich die Investition in PIR in dieser Zeit nicht. Der Käufer achtet auf den Kaufpreis + die Jahresrechnung, nicht auf das 30-Jahre-TCO. Mineralwolle günstiger im Einkauf → schnellerer Verkauf zum selben Preis.

4. Denkmalsanierung

Alte gemauerte Gebäude (insbesondere Denkmäler) erfordern eine dampfdurchlässige Dämmung — damit Wasserdampf durch die Wand entweichen kann. Mineralwolle (µ 1–2) funktioniert, PIR (µ 5–100, gasdicht) bildet eine Barriere → Kondensation im Mauerwerk → Zerstörung des historischen Ziegels.

Wann PIR gewinnt

1. Passivhausstandard oder WT 2030

R ≥ 10 erfordert Mineralwolle mit 300+ mm Dicke — oft physikalisch nicht umsetzbar. PIR liefert das mit 220 mm.

2. Dickenbegrenzung (Sanierungen, Balkone, Terrassen)

PIR 2× dünner für dasselbe R. Dort, wo jeder Zentimeter zählt.

3. Haus für viele Jahre (10+ Jahre im eigenen Besitz)

PIR amortisiert den Aufpreis in 7–10 Jahren + spart weitere 60 000 zł in 30 Jahren.

4. Die Konstruktion muss leicht sein

PIR ~7 kg/m². Mineralwolle 80–160 kg/m². Bei Anbauten an bestehenden Konstruktionen, bei Flachdächern auf leichter Stahlkonstruktion — PIR spart hunderte Kilogramm pro m².

5. Feuchtes Haus / nahe am Wasser

Mineralwolle in feuchter Umgebung (z. B. Keller, Dächer über Kühlräumen) verliert λD schneller. PIR ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit (gasdichte Kaschierung + geringe Wasseraufnahme).

Entscheidung in 5 Fragen

FrageIhre AntwortEmpfehlung
1. Planen Sie, 10+ Jahre zu wohnen?JAPIR
NEIN (Verkauf)Mineralwolle
2. Erforderliche nicht brennbare Klasse A1?JAMineralwolle
NEINPIR oder Mineralwolle
3. Begrenzte Bauteildicke?JAPIR
NEINMineralwolle oder PIR
4. Akustik entscheidend?JAMineralwolle
NEINPIR
5. Passivhausstandard / NF15?JAPIR (MAX 19)
NEINBeide OK

Was BOKKA bietet

Wir verkaufen PIR (termPIR® AL, ETX, WS, Pro-F, PRIME, MAX 19, AGRO AL usw.) + Mineralwolle in Sandwichpaneelen (GS MW QA — mit Stahlkaschierung für Hallen).

Wir verkaufen KEINE lose Mineralwolle (nicht unser Sortiment) — wenn Sie sich für Mineralwolle entscheiden, sind die besten Hersteller Rockwool, Knauf Insulation, Isover, Paroc. Wir können beraten, aber nicht liefern.

Für PIR: landesweite Lieferung 7 Tage nach Bestellung, vollständige Dokumentation DoP + PZH-Hygienezertifikat + ermäßigte Mehrwertsteuerrechnung.

🤝 Kostenlose technische Beratung BOKKA — wir helfen bei der Produktauswahl und der kompletten Dokumentation für Ihr Projekt.

Zusammenfassung

TCO 30 Jahre für eine Dachdämmung von 250 m²:

  • PIR 150 mm: ~379 000 zł
  • Mineralwolle 200 mm: ~447 000 zł
  • Differenz: ~68 000 zł zugunsten von PIR

Urteil:

  • Haus 10+ Jahre im eigenen Besitz → PIR (Amortisation 7–10 Jahre)
  • Verkauf in 3–5 Jahren → Mineralwolle (niedrigere Anschaffungskosten, der Käufer achtet auf den Preis)
  • Anforderung A1 nicht brennbar oder Akustik → Mineralwolle (in manchen Projekten die einzige Option)
  • Passivhausstandard oder begrenzte Dicke → PIR (die einzige physikalisch sinnvolle Option)

🤝 Kostenlose technische Beratung BOKKA — wir helfen bei der Produktauswahl und der kompletten Dokumentation für Ihr Projekt.


Quellen:

  • EN 13165 (PIR) und EN 13162 (Mineralwolle) — harmonisierte Normen
  • Branchenberichte der DAFA über die Beständigkeit von Dämmstoffen
  • Herstellerdaten: Gór-Stal (PIR), Rockwool/Isover/Paroc (Mineralwolle)

Häufig gestellte Fragen

Hält PIR sein λD wirklich über 50 Jahre?
Ja, sofern die Kaschierung (Aluminiumfolie, Glasvlies, Papier) unbeschädigt ist. Die PIR-Hersteller (Recticel, Kingspan, Gór-Stal, Bauder) deklarieren eine Beständigkeit des λD ≥ 50 Jahre unter Standardbedingungen. Mineralwolle degradiert schneller durch Feuchtigkeit (5–15 % in 20–30 Jahren).
Warum degradiert Mineralwolle?
Mineralwolle nimmt Feuchtigkeit aus der Luft und aus Kondensation auf. Feuchtigkeit in den Fasern = höhere Wärmeleitfähigkeit (Wasser leitet Wärme 25× besser als Luft). Eine gute Dampfsperre minimiert das Problem, beseitigt es aber nicht. Nach 20–30 Jahren hat Mineralwolle ein um 5–15 % schlechteres λD.
Kann ich PIR und Mineralwolle in einem Bauteil kombinieren?
JA, eine beliebte hybride Lösung: Mineralwolle zwischen den Sparren (Klasse A1 innerhalb der Konstruktion) + PIR in Aufsparrenanordnung (Beseitigung der Wärmebrücken). Das ergibt eine Kombination der Vorteile beider Materialien.
Ist PIR ökologisch?
PIR ist chemisch (PUR/PIR aus Isocyanaten), Mineralwolle ist mineralisch (Basalt oder Glas). Beide verfügen über eine EPD (Environmental Product Declaration). Über den gesamten Lebenszyklus gewinnt PIR beim embodied carbon dank der dünneren Schicht (weniger Material, Transport, Energie) — wobei die Daten zwischen den Herstellern variieren.
Ist Mineralwolle gesundheitlich unbedenklich?
Ja — Glas- und Basaltwolle ist seit 1997, nach der Umstellung der Produktionstechnologie, als unbedenklich eingestuft (nicht krebserregend). Sie darf nicht mit Asbest verwechselt werden (in Polen seit 1997 verboten).
Und Styropor (EPS) als dritte Wahl?
EPS hat ein λD von 0,038–0,040 (nahe an Mineralwolle), die Klasse E (wie PIR) und einen niedrigeren Preis als PIR. Gut für WDVS an Wänden, hat aber eine geringere Druckfestigkeit als PIR und eignet sich nicht für Aufsparrendächer.

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