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Dämmstärke Dachgeschoss nach WT 2021 — PIR-Dämmplatten | BOKKA

Dämmstärke Dachgeschoss nach WT 2021 — PIR-Dämmplatten | BOKKA

Dämmstärke des Dachgeschosses — wie wählt man die Dämmung gemäß WT 2021

Das Steildach ist für bis zu 25–30 % der Wärmeverluste in einem Einfamilienhaus verantwortlich, und das ausgebaute Dachgeschoss bildet wärmetechnisch das anspruchsvollste Bauteil der gesamten Gebäudehülle. Seit dem 1. Januar 2021 fordern die WT 2021 (polnische technische Bauvorschriften 2021), dass der Wärmedurchgangskoeffizient von Dach und Flachdach U ≤ 0,15 W/m²K beträgt. Das Erreichen dieses Wertes hängt weniger von der Dämmstärke ab als vielmehr von der Wärmeleitfähigkeit λD des eingesetzten Materials. In diesem Artikel zeigen wir, wie viele Zentimeter für verschiedene Technologien erforderlich sind und warum PIR-Dämmplatten die Bauteildicke um bis zur Hälfte reduzieren können.

Anforderungen der WT 2021 und Bauphysik des Dachaufbaus

Gemäß der Verordnung über technische Bedingungen (WT 2021) gelten für Neubauten sowie Sanierungen folgende maximale U-Werte:

BauteilUmax WT 2021
Dach, Flachdach, Geschossdecke unter unbeheiztem Dachboden0,15 W/m²K
Außenwand0,20 W/m²K
Geschossdecke über unbeheiztem Keller0,25 W/m²K
Erdberührte Bodenplatte0,30 W/m²K

Der Wärmedurchgangskoeffizient U hängt vom Wärmedurchlasswiderstand R der einzelnen Bauteilschichten ab: U = 1 / ΣR, wobei R = d/λ (d — Schichtdicke in Metern, λ — Wärmeleitfähigkeit des Materials). Je niedriger λD, desto geringer ist die benötigte Dicke, um denselben Wärmedurchlasswiderstand R zu erreichen. Für das Steildach beträgt der angestrebte Wärmedurchlasswiderstand der Dämmung ca. R ≈ 6,5 m²K/W (unter Berücksichtigung der Wärmeübergangswiderstände und der konstruktiven Schichten).

Vergleich der Dämmstärken für verschiedene Materialien

Die folgende Tabelle zeigt, welche Dämmschichtdicke erforderlich ist, um für einen Dachaufbau U = 0,15 W/m²K zu erreichen (Näherungswerte, nur für die Wärmedämmschicht):

MaterialλD [W/(m·K)]Dicke für U = 0,15
Mineralwolle Standard0,038–0,040~26–28 cm
Weißes EPS0,038–0,042~26–28 cm
Graphit-EPS0,031–0,033~22 cm
XPS (extrudiertes Polystyrol)0,033–0,036~22–24 cm
termPIR® AL0,022~14–15 cm
termPIR® MAX 19 AL0,019~12–13 cm

Der Unterschied ist fundamental: Derselbe U-Wert erfordert eine fast doppelt so dünne Schicht PIR-Dämmplatten wie Mineralwolle. In der Praxis bedeutet das mehr nutzbares Volumen im Dachgeschoss, eine geringere Belastung des Dachstuhls und eine deutlich einfachere Bearbeitung von Details (Gauben, Dachflächenfenster, Schornsteine).

Drei Verfahren zur Dämmung des Dachgeschosses mit PIR-Platten

Aufsparrendämmung — Eliminierung von Wärmebrücken

Das Aufsparrensystem ist heute Standard im energieeffizienten Bauen. Die Platten termPIR® AL oder termPIR® MAX 19 AL werden als durchgehende Schicht oberhalb der Sparren verlegt, wodurch sich das Holz „im Warmen” befindet — es entstehen keine Wärmebrücken an den Sparren (die bei einer Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle bis zu 10 % der Dachfläche ausmachen können).

Die umlaufende TAG-Nut-Feder-Fräsung der Platten sorgt für eine dichte Verbindung. Die Platten werden mit langen Holzbauschrauben durch die Konterlatte in die Sparren befestigt. Die obere Aluminiumkaschierung übernimmt die Funktion der Voreindeckung, die untere Folie wirkt als Strahlungsschutzschicht und reflektiert Wärmestrahlung in den Innenraum.

Zwischen- und Untersparrendämmung (Kombinationsaufbau)

Im System Zwischen-/Untersparrendämmung werden die PIR-Platten klemmend zwischen den Sparren montiert, und eine zweite Lage wird vollflächig unter den Sparren angebracht, um Wärmebrücken zu eliminieren. Diese Lösung bewährt sich besonders bei der energetischen Sanierung bestehender Dächer, wenn die Dacheindeckung nicht angetastet werden kann. Der kombinierte Aufbau ermöglicht U = 0,15 W/m²K bei voller Raumhöhe im Dachgeschoss.

Verbundplatten mit OSB — verlegefertiges Dach

Die Variante termPIR® AL/OSB ist ein PIR-Kern, der werkseitig mit einer OSB-3-Platte von 12 oder 18 mm Stärke verbunden ist. Die Platte dient gleichzeitig als tragende Schicht für Lattung/Konterlattung oder Dachbahn. Das verkürzt den Montageablauf und macht eine separate Schalung überflüssig.

Konkrete Dämmstärken — was wählen?

Für einen Neubau, der die WT 2021 (U ≤ 0,15 W/m²K) erfüllt, genügt bei Aufsparrendämmung mit termPIR® AL (λD = 0,022 W/(m·K)) eine Stärke von 14–15 cm. Standardmäßig werden die verfügbaren Dicken 140 oder 150 mm eingesetzt.

Für Passivhäuser oder zum Erreichen des nZEB-Standards empfiehlt sich der Einsatz von termPIR® MAX 19 AL mit λD = 0,019 W/(m·K) — eine Dicke von 12 cm ergibt U ≈ 0,15 W/m²K, und 16 cm — U unter 0,12 W/m²K (Referenzwert für Passivhäuser).

Bei der Sanierung alter Dächer (mit vorhandener 15 cm Mineralwolle zwischen den Sparren) reicht häufig eine zusätzliche Lage von 8–10 cm PIR raumseitig als Untersparrendämmung aus, um von U ≈ 0,30 auf die geforderten 0,15 W/m²K zu kommen.

Weitere Vorteile der PIR-Technologie im Dachgeschoss

  • Dimensionsstabilität — PIR-Platten setzen sich im Laufe der Nutzung nicht (ein typisches Problem von Mineralwolle in vertikalen und geneigten Einbaulagen), sodass der Wärmedurchlasswiderstand über die gesamte Nutzungsdauer konstant bleibt.
  • Brandverhalten B-s2,d0 (System) — gemäß EN 13501-1.
  • Druckfestigkeitsklasse ≥ 150 kPa — ermöglicht das Begehen des Daches während der Dachdeckung.
  • Biologische Beständigkeit — kein Nährboden für Schimmel, Pilze, Nagetiere und Insekten.
  • Norm EN 13165 — die deklarierten technischen Parameter sind durch das CE-Zertifikat bestätigt.
  • Keine Faseremissionen — wichtig bei ausgebauten Dachgeschossen hinsichtlich der Innenraumluftqualität.

Häufig gestellte Fragen

Welche PIR-Plattenstärke ist zur Erfüllung der WT 2021 für Steildächer erforderlich?
Für termPIR® AL-Platten mit λD = 0,022 W/(m·K) genügt eine Schicht von 14–15 cm, um den von WT 2021 geforderten Wärmedurchgangskoeffizienten U ≤ 0,15 W/m²K zu erreichen. Für die Premium-Platten termPIR® MAX 19 AL (λD = 0,019) wird derselbe U-Wert bereits bei 12 cm erzielt. Zum Vergleich: Mineralwolle mit λD = 0,039 erfordert etwa 26–28 cm.
Ist die Aufsparrendämmung besser als die Zwischensparrendämmung?
Die Aufsparrendämmung eliminiert Wärmebrücken an den Sparren, die bei einer Zwischensparrenanordnung die effektive Dämmwirkung des Daches um bis zu 10–15 % verringern können. Außerdem beansprucht sie keinen Platz im Innenraum des Dachgeschosses und ermöglicht es, den Dachstuhl sichtbar zu lassen. In der Praxis ist die optimale Lösung für Neubauten die Aufsparrenausführung mit PIR-Platten mit Nut-Feder-Fräsung.
Können PIR-Platten direkt auf Latten unter Dachziegeln verlegt werden?
Nein — PIR-Aufsparrenplatten werden auf den Sparren oder auf einer Schalung verlegt, anschließend werden Konterlatte (Unterdach-Belüftung), Latten und Eindeckung montiert. Die obere Aluminiumkaschierung der Platte übernimmt die Funktion einer Voreindeckung, jedoch ist ein Lüftungsspalt von mindestens 24 mm gemäß den DAFA-Richtlinien erforderlich. Die Plattenstöße sollten zusätzlich mit Aluminiumband abgedichtet werden.
Sind PIR-Platten dampfdurchlässig — wird eine Dampfsperre benötigt?
termPIR® AL-Platten mit Aluminiumkaschierung sind gasdicht und stellen selbst eine Dampfsperre dar. Im Aufsparrenaufbau ist eine zusätzliche raumseitige Dampfsperre in der Regel nicht erforderlich, sofern die Plattenstöße dicht mit Aluminiumband verklebt sind. Die Entscheidung sollte jedoch stets auf einer feuchtetechnischen Berechnung des Bauteils (Glaser/WUFI) für das jeweilige Projekt beruhen.
Lohnt sich eine Erhöhung der Dämmstärke über die WT 2021 hinaus wirtschaftlich?
Ja — der Kostenunterschied zwischen einer Stärke von 15 und 20 cm PIR-Platten beträgt typischerweise wenige Prozent des Gesamtwerts des Bauteils, während sich die Dämmleistung um 25–30 % verbessert. Bei den aktuellen Energiepreisen amortisiert sich die Investition in eine dickere Dämmung in 5–8 Jahren, und das Gebäude erhält eine planerische Reserve für künftige verschärfte Vorschriften (weitere Novellen der WT). Für Passivhäuser sind PIR-Stärken von 18–22 cm Standard.

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