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Energieaudit für Gebäude — energetische Sanierung mit PIR

Energieaudit für Gebäude — energetische Sanierung mit PIR

Energieaudit — der erste Schritt zu einer wirksamen energetischen Sanierung

Eine energetische Sanierung ohne Energieaudit ist eine Investition im Blindflug. Erst eine fundierte Diagnose des technischen Zustands eines Gebäudes — mit Thermografie-Messungen, Analyse der Wärmedurchgangskoeffizienten U und einer Energiebilanz — ermöglicht die Auswahl von Dämmlösungen, die sich tatsächlich in Form geringerer Betriebskosten amortisieren. Unter polnischen Bedingungen, in denen die strengen Anforderungen der WT 2021 (polnische technische Bauvorschriften 2021) gelten, ist der Einsatz von Materialien mit niedrigem λD entscheidend — wie etwa PIR-Dämmplatten, die normgerechte U-Werte bei minimaler Bauteildicke ermöglichen.

Was sollte ein professionelles Energieaudit enthalten?

Ein fundiertes Energieaudit ist nicht nur eine Bewertung des aktuellen Energieverbrauchs, sondern vor allem eine Roadmap für die energetische Sanierung. Gemäß der Verordnung des polnischen Infrastrukturministers über den detaillierten Umfang und die Form des Energieaudits sollte das Dokument Folgendes enthalten:

  • bautechnische Bestandsaufnahme des Objekts (Bauteile, Fenster/Türen, Anlagen),
  • Berechnung der U-Werte für alle Außenbauteile,
  • Analyse des jährlichen Bedarfs an Nutzenergie (EU) und Endenergie (EK),
  • variantenbezogene Sanierungsvorschläge mit Kostenschätzung,
  • wirtschaftliche Analyse (SPBT — einfache Amortisationszeit, NPV),
  • Angabe der optimalen Variante sowie der Finanzierungsquellen.

Diese Anforderung gilt bei der Beantragung der Sanierungsprämie der BGK (polnische Förderbank), der Förderung aus dem Programm „Czyste Powietrze” (Saubere Luft) sowie bei aus EU-Mitteln finanzierten Projekten.

Anforderungen der WT 2021 — Referenzpunkt für Auditoren

Die seit dem 1. Januar 2021 geltenden Technischen Bauvorschriften haben die maximal zulässigen Werte des Wärmedurchgangskoeffizienten verschärft. Sie bilden den Referenzpunkt für die Empfehlungen des Auditors.

BauteilUmax gemäß WT 2021
Dach, Flachdach0,15 W/m²K
Außenwand0,20 W/m²K
Geschossdecke über Keller/Garage0,25 W/m²K
Erdberührte Bodenplatte0,30 W/m²K

In Bestandsgebäuden, in denen häufig der Platz für dicke Dämmschichten fehlt, erfordert das Erreichen dieser Werte mit klassischer Mineralwolle (λD 0,035–0,040 W/(m·K)) Dicken von 22–30 cm. Dieselben Parameter lassen sich mit 14–18 cm termPIR® ALD 0,022 W/(m·K)) erreichen — oder mit einer noch dünneren Schicht termPIR® MAX 19 ALD 0,019 W/(m·K)).

Wie läuft ein Energieaudit für ein Gebäude ab?

Phase 1: Analyse der Projektunterlagen

Der Auditor beginnt mit dem Bauprojekt — sofern es im Archiv des Investors erhalten ist. Aus den Unterlagen ergeben sich der Schichtaufbau der Bauteile, die verwendeten Konstruktions- und Dämmstoffe sowie die Parameter der Fenster und Türen. Bei Objekten aus den 1970er bis 1990er Jahren, bei denen die Dokumentation oft unvollständig ist, sind Bauteilöffnungen und In-situ-Messungen unerlässlich.

Phase 2: Begehung und Thermografie-Messungen

Mit einer Wärmebildkamera (gemäß PN-EN 13187) lassen sich Wärmebrücken, Luftundichtigkeiten und Feuchte in Bauteilen lokalisieren. Der Auditor achtet besonders auf neuralgische Details:

  • Fenster- und Türlaibungen,
  • Ringbalken und Stürze,
  • Attiken und Dachüberstände,
  • Balkone (klassische lineare Wärmebrücke),
  • Anschluss der Fundamentwand an das Erdreich.

Ergänzend zur Thermografie wird häufig eine Luftdichtheitsprüfung (Blower-Door-Test gemäß PN-EN ISO 9972) durchgeführt — insbesondere bei Passiv- und energieeffizienten Gebäuden.

Phase 3: Interview mit dem Nutzer

Die Projektdaten werden mit dem tatsächlichen Brennstoffverbrauch der letzten 3 Heizperioden abgeglichen. So lässt sich der tatsächliche EK-Index abschätzen und mit dem Normwert vergleichen. Eine Abweichung über 20 % deutet auf Probleme bei der Ausführung, Infiltration oder beim Wirkungsgrad der Wärmequelle hin.

Phase 4: Berechnungen und Variantenbildung

Der Auditor modelliert die Bauteile in Software gemäß PN-EN ISO 6946 und erarbeitet 2–3 Sanierungsvarianten mit Kostenanalyse. Die Empfehlungen umfassen Dämmstoffdicken, Materialtyp, Brandverhaltensklasse sowie eine Prognose zur Reduktion des Energiebedarfs.

PIR-Dämmung in den Empfehlungen des Auditors

PIR-Dämmplatten erscheinen immer häufiger in den optimalen Varianten — insbesondere bei Objekten, bei denen jeder Zentimeter Bauteildicke zählt. Die folgende Tabelle zeigt, welche Dicke termPIR® AL erforderlich ist, um für ein Dach U ≤ 0,15 W/m²K zu erreichen:

Dicke termPIR® ALR [m²K/W]U für typisches Dach [W/m²K]
100 mm4,55~0,21
140 mm6,36~0,15
160 mm7,27~0,13
200 mm9,09~0,11

Schrägdach — Aufsparrendämmung

Bei der energetischen Sanierung ausgebauter Dachgeschosse empfehlen Auditoren häufig die Aufsparrendämmung mit termPIR® — sie eliminiert Wärmebrücken an den Sparren und erhält die volle Nutzhöhe des Dachgeschosses. Die Platten mit TAG-Fräsung (Nut und Feder) werden direkt auf die Schalung unter die Konterlatten montiert.

Außenwand — WDVS (ETICS)

Für die Dämmung im WDVS-Verfahren ist termPIR® ETX mit dampfdurchlässigem Glasvlies die einzige PIR-Variante (λD 0,025–0,027 W/(m·K), ETA 17/0066). Platten mit Aluminium-Kaschierung sind gasdicht und sind NICHT für Dünnschichtputz geeignet — ein häufiger Fehler in Leistungsverzeichnissen, der zu Ablösungen des Systems führt.

Innendämmung — historische Wände

Bei denkmalgeschützten Objekten, bei denen die Fassade nicht verändert werden darf, bewährt sich termPIR® AL/GK — ein PIR-Verbund mit Gipskartonplatte, fertig zum Spachteln und Streichen. Das System erfordert jedoch eine detaillierte Kondensationsrisikoanalyse gemäß PN-EN ISO 13788.

Abschlussbericht — Entscheidungsdokument

Das finale Auditdokument enthält alle Daten, die dem Investor eine Investitionsentscheidung und der Förderinstitution eine Beurteilung der Förderwürdigkeit ermöglichen. Ein Standardbericht umfasst:

  • Energiecharakteristik des Ist-Zustands,
  • Liste der Verbesserungsmaßnahmen mit technischen Parametern,
  • Kostenvoranschlag aufgeschlüsselt nach Gewerken,
  • Prognose von EU/EK nach der Sanierung,
  • SPBT-Analyse und NPV-Kennzahl,
  • Übersicht der Finanzierungsquellen (Sanierungsprämie der BGK, „Czyste Powietrze”, REPowerEU, regionale Operationelle Programme).

FAQ — häufig gestellte Fragen

Ist ein Energieaudit bei einer energetischen Sanierung verpflichtend?

Für private Investoren ist ein Energieaudit formal nicht verpflichtend — wird jedoch erforderlich, sobald die Sanierungsprämie der BGK, eine Förderung aus dem Programm „Czyste Powietrze” (erhöhte und höchste Förderstufe) oder Zuschüsse aus EU-Fonds beantragt werden. Für öffentliche Gebäude ist das Audit ein obligatorisches Dokument bei jedem aus öffentlichen Mitteln finanzierten Projekt einer Tiefensanierung. Unabhängig von formalen Anforderungen reduziert ein Audit das Investitionsrisiko erheblich — es zeigt, welche Maßnahmen die höchste Rentabilität bieten.

Was kostet ein Energieaudit für ein Gebäude?

Die Kosten eines Audits hängen von der Kubatur des Objekts, der Verfügbarkeit der Dokumentation und dem Messumfang ab. Für ein Einfamilienhaus mit 150–200 m² liegen die Marktpreise zwischen 1.500 und 3.500 PLN netto. Ein Audit eines Mehrfamilien- oder Industrieobjekts kostet zwischen mehreren Zehntausend PLN. Die Investition amortisiert sich mehrfach — die Vermeidung einer falschen Sanierungsvariante (z. B. WDVS auf einem zuvor zu trocknenden Untergrund) spart zehntausende PLN.

Welche PIR-Dicke empfehlen Auditoren für das Dach eines Bestandsgebäudes?

Um U ≤ 0,15 W/m²K (WT 2021) bei einem typischen Schrägdach zu erreichen, empfehlen Auditoren meist 140–160 mm termPIR® AL (λD 0,022) in Aufsparrenanordnung oder 120 mm termPIR® MAX 19 AL (λD 0,019), wenn der Montageraum begrenzt ist. Bei nicht belüfteten Flachdächern steigen die Dicken auf 180–200 mm. In jedem Fall sollten wärme- und feuchtetechnische Berechnungen gemäß PN-EN ISO 13788 erfolgen, um Zwischenschichtkondensation zu vermeiden.

Können PIR-Platten in denkmalgeschützten Gebäuden eingesetzt werden?

Ja, jedoch ausschließlich in objektspezifisch angepassten Varianten. Für die Innendämmung von Vollziegelwänden wird termPIR® AL/GK mit Dampfsperre auf der Raumseite empfohlen. Für Dachgeschosse in Aufsparrenanordnung — termPIR® AL oder MAX 19 AL. Standardmäßige WDVS-Systeme scheiden bei denkmalgeschützten Objekten aus denkmalpflegerischen Gründen aus, daher findet termPIR® ETX eher Anwendung bei Mietshäusern mit rekonstruierter Putzfassade. Jedes Projekt erfordert Abstimmungen mit dem Denkmalschutz.

Wie lange amortisiert sich eine energetische Sanierung mit PIR-Dämmung?

Die einfache Amortisationszeit (SPBT) für eine energetische Sanierung auf Basis von PIR-Platten beträgt meist 7–12 Jahre — abhängig vom Ausgangszustand des Gebäudes, der Wärmequelle und den geltenden Energiepreisen. Bei den aktuellen Gastarifen und der prognostizierten Preissteigerung der EU-ETS-Zertifikate verkürzen sich die tatsächlichen Amortisationszeiten um 20–30 %. Zusätzlich deckt die Sanierungsprämie der BGK bis zu 26 % der förderfähigen Kosten ab — in Kombination mit erneuerbaren Energien sogar bis zu 31 %.

Planen Sie die energetische Sanierung eines Gewerbe-, Wohn- oder Industrieobjekts? Kontaktieren Sie die technischen Berater von BOKKA — wir unterstützen Sie bei der Auswahl der PIR-Platten passend zu den konkreten Empfehlungen des Auditors und berechnen den Materialbedarf für Ihr Projekt.

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