Smog in Krakau 2024 — AGH-Studie und Rolle der Sanierung | BOKKA
Krakau gewinnt den Kampf gegen den Smog — AGH-Studie bestätigt Wirksamkeit des Anti-Smog-Gesetzes
Die von der Initiative Krakowski Alarm Smogowy (Krakauer Smog-Alarm) bei einem Forscherteam der Akademie für Bergbau und Hüttenwesen (AGH) in Auftrag gegebene Studie liefert harte Daten: Das in Krakau seit dem 1. September 2019 geltende Anti-Smog-Gesetz hat die Konzentrationen von Feinstaub und Benzo(a)pyren real gesenkt. Der Kampf um saubere Luft ist jedoch nicht nur eine Frage der Brennstoffregulierung — er ist auch eine Frage der Energieeffizienz von Gebäuden. Eine energetische Sanierung mit PIR-Dämmplatten mit niedriger λD reduziert direkt den Wärmebedarf und damit die Staubemissionen aus Kohleöfen, Kohlekesseln und gasbetriebenen Spitzenlastquellen.
Was hat die AGH-Studie gezeigt?
Die Analyse wurde von Prof. Piotr Kleczkowski und Dipl.-Ing. Katarzyna Kotarba von der AGH durchgeführt. Verglichen wurden Daten von Messstationen in Krakau und in der Wojewodschaft Kleinpolen (Małopolska) über einen mehrjährigen Zeitraum, der die Einführung des Anti-Smog-Gesetzes umfasst.
| Indikator | Zeitraum | Krakau | Kleinpolen |
|---|---|---|---|
| PM10 (Feinstaub) | 2012/13 → 2019/20 | -45,42 % | -28,73 % |
| PM2,5 (Feinstaub) | 2012/13 → 2019/20 | -43,76 % | -32,15 % |
| Benzo(a)pyren (B(a)P) | 2014/15 → 2019/20 | -42,82 % | +14,41 % |
Besonders bedeutsam ist der Rückgang der Benzo(a)pyren-Konzentration — eines krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffs (PAK), der Nebennieren, Leber, Kreislauf- und Immunsystem schädigt. Während in Krakau ein Rückgang von über 42 % verzeichnet wurde, stiegen die Konzentrationen in der gesamten Wojewodschaft im selben Zeitraum um über 14 %. Dies ist ein direkter Beweis dafür, dass die Einschränkung der Verbrennung fester Brennstoffe lokal und punktuell wirkt.
Schätzungen zufolge sind im Stadtgebiet noch etwa 1.800 aktive Kohleöfen vorhanden — sie bleiben eine Quelle niedriger Emissionen, ihre Zahl hat sich jedoch im letzten Jahrzehnt um das 20-fache reduziert.
„Krakauer Kringel” — Grenzen der Wirksamkeit des Gesetzes
Krakau liegt in einer Senke, umgeben von höher gelegenen Gemeinden, die den sogenannten „Krakauer Kringel” (krakowski obwarzanek) bilden. Das Anti-Smog-Gesetz erfasst diese Gebiete nicht, und Verschmutzungen aus einzelnen kommunalen Feuerungsanlagen werden durch Luftmassen ins Stadtzentrum transportiert, insbesondere bei Inversionswetterlagen.
Deshalb bleibt die Reduzierung des Energiebedarfs von Gebäuden — sowohl in Krakau als auch in den umliegenden Gemeinden — ein zentrales, langfristiges Instrument des Luftreinhaltungsschutzes. Je geringer die Wärmeverluste über die Bauteile, desto weniger Brennstoff gelangt in die Kessel — unabhängig von deren Art.
WT 2021 und die Rolle der PIR-Dämmung bei der Emissionsreduktion
Die seit dem 1. Januar 2021 geltenden technischen Bauvorschriften WT 2021 (polnische technische Bauvorschriften 2021) haben die Anforderungen an den Wärmedurchgangskoeffizienten U für Bauteile verschärft:
| Bauteil | U max nach WT 2021 |
|---|---|
| Dach / Flachdach | 0,15 W/m²K |
| Außenwand | 0,20 W/m²K |
| Geschossdecke über unbeheiztem Keller/Garage | 0,25 W/m²K |
| Erdberührte Bodenplatte | 0,30 W/m²K |
PIR-Dämmplatten mit λD = 0,022 W/(m·K) — wie termPIR® AL — ermöglichen das Erreichen dieser Werte bei deutlich geringerer Dicke als Mineralwolle (λ ~ 0,035–0,040) oder EPS-Polystyrol (λ ~ 0,031–0,038).
Beispiel: Außenwand ETICS
Um in einer typischen Wand aus Keramik-Hochlochsteinen U ≤ 0,20 W/m²K zu erreichen, sind erforderlich:
- ~18 cm Mineralwolle (λ 0,036)
- ~16 cm Fassaden-EPS (λ 0,031)
- ~10 cm termPIR® ETX (λD 0,025–0,027) — diffusionsoffene Platte mit Glasvlies, dediziert für ETICS auf Basis ETA 17/0066
Eine geringere Dämmdicke im System ETICS mit termPIR® ETX bedeutet kürzere Dübel, schmalere Laibungen und weniger Eingriffe ins architektonische Detail — was besonders bei der Modernisierung der bestehenden Krakauer Bebauung wichtig ist.
Energetische Sanierung der denkmalgeschützten Krakauer Bebauung
Stare Miasto (Altstadt), Kazimierz, Podgórze — das sind Stadtteile, in denen eine Außendämmung wegen Fassadenschutz oft unmöglich ist. Die Lösung für Gebäude unter Denkmalschutz ist die Innendämmung mit dem Verbundwerkstoff termPIR® AL/GK — einer PIR-Dämmplatte mit gasdichter Aluminiumkaschierung, werkseitig mit einer Gipskartonplatte verbunden.
Das System Innendämmung termPIR® AL/GK übernimmt gleichzeitig die Funktion der Dampfsperre (Al-Folie) und bietet einen fertigen Untergrund zum Anstrich, wodurch das für fehlerhaft ausgeführte Innendämmungen typische Risiko der Tauwasserbildung in den Zwischenschichten eliminiert wird.
Schrägdächer und Mietshäuser — wo die meiste Wärme entweicht
In Krakauer Mietshäusern sind nicht gedämmte Dächer und Flachdächer für bis zu 25–30 % der Wärmeverluste verantwortlich. Der Einsatz von termPIR® AL als Aufsparrendämmung eliminiert Wärmebrücken an den Sparren und ermöglicht U ≤ 0,15 W/m²K bei einer Dicke von ~14–16 cm.
Bei Projekten mit besonders hohen Energieanforderungen (Passivhäuser, Plus-Energie-Häuser) lohnt es sich, die Premium-Variante termPIR® MAX 19 AL mit λD 0,019 W/(m·K) — dem niedrigsten Wert am Markt für PIR-Dämmplatten — in Betracht zu ziehen.
Häufig gestellte Fragen
Wie wirkt sich die energetische Sanierung auf die Smog-Reduktion aus?
Helfen PIR-Dämmplatten, die Anforderungen der WT 2021 zu erfüllen?
Welche PIR-Platte für ETICS und welche für ein Schrägdach?
Sind PIR-Dämmplatten brandschutztechnisch sicher?
Gibt es in Krakau Fördermittel für die energetische Sanierung?
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