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termPIR® AL vs termPIR® MAX 19 — wann lohnt sich der Aufpreis für λD 0,019?

termPIR® AL vs termPIR® MAX 19 — wann lohnt sich der Aufpreis für λD 0,019?

Zwei Platten, eine Marke, 14% Unterschied beim Lambda

Sie blättern im BOKKA-Katalog und sehen zwei ähnliche Platten aus der termPIR®-Linie:

  • termPIR® AL — λD 0,022 W/(m·K)
  • termPIR® MAX 19 AL — λD 0,019 W/(m·K)

Beide mit Aluminiumfolie, beide für Dächer, Wände, Böden. Der Unterschied bei der wertvollen λD-Zahl beträgt 0,003 — scheinbar eine Kleinigkeit. MAX 19 kostet jedoch 25–35% mehr als das klassische AL. Die grundlegende Frage: Lohnt sich dieser Aufpreis für Sie?

Die Antwort hängt von einer Sache ab — ob Sie eine Dickenbegrenzung der Wand haben. Wenn JA (Sanierung, Balkon, Terrasse, Gaube, niedriger Dachboden) → MAX 19 ist konkurrenzlos. Wenn NEIN (Neubau mit Platz für dickere Dämmung) → AL reicht aus.

In diesem Text zeigen wir konkrete Berechnungen zu beiden Szenarien.

Was die beiden Produkte genau unterscheidet

Beide haben einen PIR-Kern mit einer Dichte von ~32 kg/m³, eine beidseitige gasdichte Aluminiumkaschierung, denselben Anwendungsbereich (Dächer, Wände, Böden, Fundamente). Der Unterschied liegt im Kern selbst — MAX 19 hat eine optimierte Zellstruktur mit einem Treibgas niedrigerer Wärmeleitfähigkeit.

ParametertermPIR® ALtermPIR® MAX 19 AL
λD0,022 W/(m·K)0,019 W/(m·K) — 14% niedriger
Dicken20–250 mm (28 Dicken)80–220 mm (15 Dicken)
BrandverhaltensklasseF (20–49 mm) / E (50–250 mm)E
Druckfestigkeit CS(10/Y)120 kPa100 kPa
Standardformat1200×2400 / 1200×600 mm1200×2400 mm
Preis (ungefähr, %)100%~130%

Praktisch: MAX 19 ist dünner bei gleichem R-Wert.

Was bedeutet „dünner bei gleichem R-Wert”

R = Dicke ÷ λD. Je niedriger λD, desto geringer die nötige Dicke für denselben Wärmedurchlasswiderstand.

R erforderlichDicke AL (λD 0,022)Dicke MAX 19 (λD 0,019)Dickenersparnis
R 3,070 mm60 mm-10 mm
R 5,0110 mm100 mm-10 mm
R 6,0 (U=0,15 — WT 2021 Dach)140 mm120 mm-20 mm
R 7,0 (NF40 Dach)160 mm140 mm-20 mm
R 10,0 (NF15/Passivhaus Dach)220 mm190 mm-30 mm

Dickenersparnis = Ersparnis bei der Tragkonstruktion (kürzere Schrauben, kleinere Konterlatten, weniger Platz in der Wand). In der Praxis bei den meisten Dächern ein Unterschied von 1–3 cm bei der Wanddicke.

Szenario 1 — Passivhaus mit Platz für dicke Sparren

Der Bauherr baut ein neues Haus 150 m² Steildach, der Planer hat Sparren von 220 mm + Aufsparrendämmung PIR vorgesehen.

Wahl AL: Sparren 220 mm, dazwischen 0 mm PIR (leer), aufsparrend 140 mm AL = R 6,36. Erfüllt WT 2021. Preis der Dämmung (ungefähr): ~85 zł/m² × 150 m² = 12 750 zł.

Wahl MAX 19: dieselben Sparren 220 mm, aufsparrend 120 mm MAX 19 = R 6,32. Erfüllt ebenfalls WT 2021. Preis: ~110 zł/m² × 150 m² = 16 500 zł.

Differenz: 3 750 zł Minus für MAX 19. Ist eine Ersparnis von 2 cm bei der Wanddicke das wert? Bei einem Neubau mit geplanten Sparren nein — Geld verbrannt.

Urteil: AL gewinnt.

Szenario 2 — Dachgeschoss-Sanierung mit Höhenbegrenzung

Altes Haus, Sparren 160 mm. Der Planer möchte WT 2021 erreichen (U ≤ 0,15 → R ≥ 6,5), ohne die Konstruktion anzutasten.

Wahl AL: zwischen den Sparren 160 mm AL = R 7,27 (hervorragend), aber dann stehen 30 mm unter den Sparren hervor für R 5,5 für die Untersparren-Dämmung — insgesamt 190 mm in der Wand. Wir verlieren 3 cm Raumhöhe.

Wahl MAX 19: 160 mm zwischen den Sparren MAX 19 = R 8,42. Ohne Untersparren-Dämmung erfüllen wir R 6,5. Volle Raumhöhe erhalten.

Differenz: 3 cm Höhe × gesamte Bodenfläche = bedeutsam, besonders bei niedrigen Dachgeschossen.

Urteil: MAX 19 gewinnt. Der Aufpreis von ein paar tausend Zloty amortisiert sich durch Wohnkomfort (höhere Räume, bessere Akustik zwischen den Etagen) + keine zusätzliche Untersparren-Schicht und deren Kosten.

Szenario 3 — Balkon über einem beheizten Raum

Beton 200 mm + Dämmung + Estrich 50 mm + Fliesen = Gesamtdicke begrenzt durch die Höhe der Balkontür (typisch max. 200 mm gesamt).

Verfügbare Dämmdicke: ca. 100 mm.

AL 100 mm: R 4,54 MAX 19 100 mm: R 5,26 (+16%)

Für einen Balkon wird üblicherweise R ≥ 5,0 verlangt (Wärmebrücke im Anschluss an die Konstruktion). MAX 19 erfüllt, AL — nicht. Hier gibt es keine Wahl: MAX 19 ist die einzige sinnvolle Lösung.

Urteil: MAX 19 gewinnt. AL passt physisch nicht in das erforderliche R.

Andere Situationen, in denen MAX 19 sinnvoll ist

  • Abwaschbare Decken über einer Halle — die Nutzhöhe der Halle ist wertvoll, jeder Zentimeter Dämmung wird dem Licht entzogen
  • Terrassen über beheizten Räumen — Begrenzung der Türschwellenhöhe
  • Gauben / Mansarddächer — Planer möchte den Innenraum maximal erhalten
  • Sanierungen mit bestehender Dacheindeckung — ohne Demontage, begrenzte verfügbare Dicke
  • Strenges Klima (WT 2030, NF15-Haus) — wenn Sie R 10+ bei einer Dicke <220 mm benötigen

Wann AL ausreicht (und warum sich Aufpreis nicht lohnt)

  • Neubau mit für die Dämmung geplanter Wanddicke
  • Standard WT 2021 (R 6,0 Dach reicht)
  • Flachdach mit Platz für dickere Schichten (ein oder zwei cm mehr sind unerheblich)
  • Industriebauten wie Lagerhallen (niedriger Dämmstandard, R 4–5 reicht)
  • Einfluss auf den Preis der gesamten Investition — wenn die Dämmung >5% des Budgets ausmacht (lohnt es sich zu prüfen, ob sich der 30%-Aufpreis amortisiert)

Kurz gesagt: Wenn Sie Dicke hinzufügen können ohne planerische Konsequenzen — ist AL konkurrenzlos kostentechnisch.

Praktische Entscheidung in 3 Fragen

  1. Habe ich eine Dickenbegrenzung der Wand? (JA → MAX 19; NEIN → AL)
  2. Ist jeder Zentimeter Nutzfläche wertvoll? (JA → MAX 19)
  3. Plane ich für NF40-Standard oder höher (Passivhaus)? (JA → MAX 19 in Betracht ziehen)

Wenn auf alle 3 Fragen NEIN → AL ist die richtige Wahl.

Was BOKKA hilft

Wir haben beide Linien auf Lager + landesweite Palettenlieferung ab 1 Palette. Wenn Sie zögern, welche Variante sich in Ihrem Projekt amortisiert:

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FAQ

Hat MAX 19 eine schlechtere Brandverhaltensklasse als AL? Nein. Beide Platten haben Klasse E für Dicken ab 50 mm (typischer Bereich für Hauptanwendungen). AL hat Klasse F für dünne 20–49 mm, aber MAX 19 wird in diesen Dicken nicht produziert.

Hat MAX 19 eine geringere Festigkeit? CS(10/Y) 100 kPa vs. 120 kPa für AL. Praktisch erfüllen beide die Anforderungen für alle typischen Anwendungen (Flachdächer, Wände, Böden unter Estrich). Der Unterschied wird bedeutsam für sehr stark belastete Industrieböden — dann wählen Sie AL oder eine andere termPIR®-Variante mit höherer Festigkeit.

Eignet sich MAX 19 für ETICS? Nein — für ETICS ist termPIR® ETX (mit Glasvlies und ETA-17/0066) vorgesehen. MAX 19 hat eine Aluminiumkaschierung, die gasdicht und nicht für Zementputze geeignet ist.

Kann ich AL + MAX 19 in einem Dach kombinieren? Ja, an verschiedenen Stellen: z.B. aufsparrend MAX 19 (dünn, nah am Dachschalung) + untersparrend AL (günstiger). Die Verbindung erfordert Aufmerksamkeit bei den Stößen, aber technisch OK.

Ist MAX 19 in kleineren Dicken als 80 mm erhältlich? Nein. Die Produktion von MAX 19 beginnt bei 80 mm (bis 220 mm). Für dünnere Schichten verwenden Sie das klassische AL.

Macht eine Dickenersparnis von 2–3 cm wirklich einen Unterschied? Im Neubau mit geplanter Wand — meist nein. Bei Sanierungen, Balkonen, Terrassen, Gauben, Hallendecken — JA, manchmal entscheidet es über die Machbarkeit des Projekts.

Zusammenfassung in einem Satz

MAX 19 wählen Sie für die Dicke, AL — für den Preis. Wenn Sie Platz in der Wand haben und das Budget Priorität hat → AL. Wenn jeder Zentimeter eine Begrenzung ist → MAX 19 ist eine Investition, die sich in Komfort und Nutzfläche amortisiert.

Im Zweifelsfall — kalkulieren wir gemeinsam, unverbindlich.

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