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termPIR® ETX – PIR-Dämmplatten mit Glasvlies für WDVS

termPIR® ETX – PIR-Dämmplatten mit Glasvlies für WDVS

termPIR® ETX – PIR-Dämmplatte mit Glasvlies für WDVS

Die Wahl der Deckschicht einer PIR-Dämmplatte entscheidet über ihren Anwendungsbereich. Bei Außendämmungen im WDVS (Wärmedämm-Verbundsystem) ist die standardmäßige Aluminiumfolie ein Ausschlusskriterium – der Wandaufbau erfordert eine dampfdurchlässige Deckschicht, die mit zementbasierten Klebemörteln und Dünnschichtputzen kompatibel ist. Eine Platte mit Al-Folie erfüllt diese Anforderung nicht; sehr wohl jedoch termPIR® ETX – die Variante mit beidseitigem Glasvlies, die über eine Europäische Technische Bewertung ETA 17/0066 verfügt. In diesem Artikel stellen wir die technischen Parameter, die Dickenauswahl gemäß WT 2021 (polnische technische Bauvorschriften 2021) sowie die korrekte Montagetechnologie vor.

Plattenaufbau und technische Parameter

Den Kern bildet ein Polyisocyanurat-Hartschaum (PIR) mit einer Dichte von ca. 32 kg/m³, hergestellt nach EN 13165. Die beidseitige Deckschicht besteht aus Glasvlies – ein dampfdurchlässiges, mineralisches Material, das mit zementbasierten Klebern und Mörteln kompatibel ist. Das ist der wesentliche Unterschied zu termPIR® AL, dessen gasdichte Folie Al/Papier/PE den Einsatz im WDVS unmöglich macht.

Wichtigste Parameter von termPIR® ETX:

ParameterWert
Wärmeleitfähigkeit λD0,025–0,027 W/(m·K)
Kerndichteca. 32 kg/m³
Brandverhaltensklasse (Platte)E
Brandverhaltensklasse (WDVS mit Putz)B-s2,d0
Druckfestigkeit (10 % Verformung)≥ 120 kPa
Maßstabilität≤ 2 %
Langzeit-Wasseraufnahme≤ 3 %
ZulassungETA 17/0066
ProduktnormEN 13165

Der höhere λD-Wert gegenüber termPIR® AL (0,022) ergibt sich aus der diffusionsoffenen Struktur des Glasvlieses – ein bewusster Kompromiss zugunsten der WDVS-Kompatibilität. Dennoch bleibt termPIR® ETX dämmtechnisch deutlich leistungsfähiger als EPS (λD ≈ 0,031–0,038) und Mineralwolle (0,035–0,040).

Für Projekte mit Fokus auf den CO₂-Fußabdruck steht die Variante termPIR® ETX R-eco zur Verfügung – mit reduziertem CO₂-Wert im Produktlebenszyklus.

Abmessungen, Dicken und Kantenfräsung

Standardformate der Platte:

  • 1200 × 600 mm – empfohlenes Format für WDVS, leicht handhabbar auf dem Gerüst
  • 1200 × 2400 mm – Großformat, reduziert die Anzahl der Fugen

Verfügbare Dicken: 30, 40, 50, 60, 80, 100, 120, 140, 150, 180, 200 mm.

Kantenfräsung:

  • FIT – Stumpfkante (Standard für WDVS, einfache Verklebung + Dübelung)
  • TAG – Nut und Feder (Eliminierung linearer Wärmebrücken in den Fugen)

Dickenauswahl gemäß WT 2021

Die geltenden WT 2021 (polnische technische Bauvorschriften 2021) verlangen für die Außenwand einen Wärmedurchgangskoeffizienten U ≤ 0,20 W/m²K. Nachfolgend Richtwerte für termPIR® ETX (λD = 0,025) zur Erreichung des Ziel-U-Wertes bei einer typischen gemauerten Wand aus Keramik-Blöcken 25 cm (U-Wert des Untergrunds ≈ 0,90 W/m²K):

Dicke termPIR® ETXR der Dämmschicht [m²K/W]U des Bauteils [W/m²K]
100 mm4,00~0,22
120 mm4,80~0,19
140 mm5,60~0,16
150 mm6,00~0,15
180 mm7,20~0,13
200 mm8,00~0,12

Bei Wänden mit niedrigem U-Wert des Untergrunds (Beton, Kalksandstein) liegen die erforderlichen Dicken nahe am oberen Tabellenwert. Beim Einsatz von EPS sind zur Erreichung von U = 0,20 W/m²K meist 180–200 mm erforderlich – der Vorteil von PIR ist besonders dort spürbar, wo jeder Zentimeter zählt (Sanierungen, enge Durchgänge, Balkone, Fensterlaibungen).

Anwendung – wann termPIR® ETX und wann eine andere Platte

Die Hauptanwendung ist die Außenwand im WDVS – Wohn-, Büro-, Geschäfts- und Lagergebäude mit Dünnschichtputz als Endbeschichtung. Das Glasvlies sorgt für eine korrekte Haftung des Klebemörtels, der mit Gewebe armierten Schicht sowie von Acryl-, Silikon- oder Silikatputzen.

Wichtige Einschränkungen:

  • Für hinterlüftete Fassaden mit Bekleidungen kann termPIR® AL in Betracht gezogen werden – ein anderes Szenario (diffusionsoffener Aufbau mit Hinterlüftung).
  • Für Flachdächer unter Membranen ist termPIR® Pro-F mit FM-Approved-Zertifikat vorgesehen.
  • Für Fundamente und Sockel – termPIR® WS mit erhöhter Feuchtebeständigkeit.
  • Für die Innendämmung (z. B. denkmalgeschützter Wände) – das Verbundelement termPIR® AL/GK.

Eine falsche Produktwahl (z. B. termPIR® AL im WDVS) führt zu Blasenbildung unter dem Putz und zum Ablösen der Armierungsschicht – die gasdichte Al-Folie lässt die Verarbeitungsfeuchte aus dem Kleber nicht entweichen.

Montage im WDVS – wichtigste Arbeitsschritte

Untergrundvorbereitung

Der Untergrund muss tragfähig, trocken sowie frei von Staub und trennenden Substanzen sein. Saugende Flächen werden mit einem Voranstrich grundiert, der zum Systemdatenblatt des Klebemörtelherstellers passt. Unebenheiten > 10 mm auf 2 m müssen ausgeglichen werden.

Sockelschiene und Verklebung

Die Montage beginnt von unten, an der Sockelschiene, deren Größe auf die Plattendicke abgestimmt ist. Die Schiene legt die Höhe fest, schützt die Unterkante und sorgt für einen sauberen Abschluss zum Sockel. Der Kleber wird im Wulst-Punkt-Verfahren aufgetragen (Randwulst + 3–6 Klebepunkte) – mindestens 40 % der Plattenfläche nach dem Andrücken. Die Platten werden im Verband verlegt, mit Verzahnung an den Gebäudeecken. Vertikale Fugen benachbarter Reihen dürfen nicht übereinanderliegen.

Fugen über 2 mm werden mit niedrig expandierendem PIR/PUR-Schaum gefüllt (nicht mit Klebemörtel – dieser reißt). Nach dem Aushärten wird der überstehende Schaum bündig zur Plattenoberfläche abgeschnitten.

Dübelung und Armierungsschicht

Die Dübelung erfolgt frühestens 48 Stunden nach dem Verkleben. Anzahl und Anordnung der Dübel ergeben sich aus der Planung (Windzone, Gebäudehöhe) – typischerweise 4–8 Stk./m², mit Verdichtung in den Eckzonen.

Die Armierungsschicht mit Glasfasergewebe (mind. 145 g/m²) wird in den Klebemörtel eingebettet, mit Gewebeüberlappungen von mindestens 10 cm. Ecken und Laibungen werden mit Eckprofilen mit Gewebe sowie diagonalen Gewebestreifen an den Fenstern (Diagonalarmierung) verstärkt.

Grundierung und Putz

Nach mindestens 3 Tagen Trocknungszeit der Armierungsschicht wird der Putzgrund aufgetragen. Der Dünnschichtputz wird nach dem Trocknen der Grundierung (mind. 24 h) appliziert. Die Temperatur von Untergrund, Material und Umgebung sollte während der Arbeiten und in den folgenden 48–72 h zwischen +5 °C und +25 °C liegen – ohne direkte Sonneneinstrahlung und Niederschlag.

Das Streichen der Fassade (optional) – 3–28 Tage nach dem Verputzen, je nach Putzart (Acryl, Silikon, Silikat).

FAQ – häufig gestellte Fragen

Worin unterscheidet sich termPIR® ETX von termPIR® AL?

Der wesentliche Unterschied liegt in der Deckschicht. termPIR® AL hat eine gasdichte Aluminiumfolie – bestimmt für Dächer, Geschossdecken, Fundamente und hinterlüftete Wandaufbauten. termPIR® ETX hat ein Glasvlies – dampfdurchlässig, kompatibel mit zementbasierten Klebern und Putzen, dediziert für WDVS (bestätigt durch ETA 17/0066). termPIR® AL hat einen niedrigeren λD-Wert (0,022 vs. 0,025–0,027), aber sein Einsatz im WDVS ist ein technologischer Fehler, der zum Abplatzen des Putzes führt.

Welche Dicke von termPIR® ETX für ein Einfamilienhaus?

Zur Erreichung des durch WT 2021 geforderten U-Wertes ≤ 0,20 W/m²K für die Außenwand genügen in der Regel 120–140 mm termPIR® ETX bei einer typischen Wand aus Keramik-Blöcken 25 cm. Für energieeffiziente Gebäude (U ≈ 0,15) – 150–180 mm. Für den Passivhausstandard (U ≈ 0,10) – 200 mm. Die exakte Dicke sollte planerisch unter Berücksichtigung von Wärmebrücken und dem U-Wert der Tragschicht berechnet werden.

Sind termPIR® ETX-Platten brennbar?

Die Platte selbst hat die Brandverhaltensklasse E nach EN 13501-1. Im vollständigen WDVS – mit Armierungsschicht und mineralischem oder Silikonputz – erreicht das Bauteil jedoch die Klasse B-s2,d0 (schwer entflammbar, begrenzte Rauchentwicklung, kein brennendes Abtropfen). Für Gebäude über 25 m (Hochhausklasse) können die Vorschriften zusätzliche Mineralwollstreifen rund um die Fensteröffnungen verlangen – Details legt die Planung fest.

Kann termPIR® ETX auf EPS oder Mineralwolle verlegt werden?

Es wird nicht empfohlen, termPIR® ETX auf einer bestehenden EPS- oder Mineralwollschicht in einem WDVS aufzubringen – unterschiedliche Diffusions- und Schwindparameter erzeugen Spannungen in der Armierungsschicht. Die Sanierung einer alten Dämmung erfolgt entweder durch Demontage oder durch das Aufbringen einer vollwertigen PIR-Schicht mit neuem Kleber, durch die alten Schichten bis zum tragenden Untergrund verdübelt. Die Entscheidung trifft der Planer nach Bewertung des Zustands der bestehenden Fassade.

Welche Putze sind mit termPIR® ETX kompatibel?

Im WDVS auf termPIR® ETX werden Dünnschichtputze eingesetzt: Acrylputze (universell, breite Farbpalette), Silikonputze (beste Schmutz- und Wasserbeständigkeit), Silikatputze (dampfdurchlässig, für denkmalgeschützte Objekte) sowie Silikon-Silikat-Hybride. Der Putz wird jeweils gemäß Systemdokumentation ausgewählt – Grundierung und Putz müssen aus einem zertifizierten WDVS-System stammen, für das Kompatibilitätsprüfungen mit der PIR-Platte vorliegen.

Wir wählen die passende Platte und das passende System für Ihr Projekt

Sie benötigen die Dickenauswahl von termPIR® ETX für ein konkretes Fassadenprojekt, eine U-Wert-Berechnung oder ein Angebot für eine Produktionscharge? Kontaktieren Sie das BOKKA-Team – wir erstellen die technische Spezifikation, das Produktdatenblatt, ETA 17/0066 sowie ein Angebot inklusive Lieferung auf die Baustelle in ganz Polen. Sehen Sie sich auch die vollständige Linie der PIR-Dämmplatten termPIR® an.

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